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29.06.2002 - Reisen & Touren...
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„Fri-on-Tour“ war wieder auf Tour! |
Am 23. Mai war es endlich wieder so weit, die Biker Gruppe „Fri-on-Tour“ nahm ihre erste größere Tour für das Jahr 2002 in Angriff. Ziel war die Oberlausitz, und dort ein kleiner Ort namens Horka, in unmittelbarer Nähe zur Kreisstadt Bautzen gelegen. Die Stadt Bautzen feierte an diesem Wochenende ihr 1000 jähriges Bestehen.
Bereits am Mittwoch, dem 22. Mai, startete die erste Welle mit sechs Bikes und fuhr gemütlich über Land- und Kreisstraßen in Richtung Freyburg an der Saale/Unstrut. Bekannt von zahlreichen früheren Besuchen in dieser Region, wurde die Pension „Blütengrund“ in Klein Jena gelegen, als Quartier für einen Zwischenstopp ausgewählt. Am nächsten Tag ging es dann über Dresden Richtung Zielort.
Die zweite Gruppe, bestehend aus sieben Bikes und einem Pkw fuhren am Donnerstag den Zielort „Horka“ direkt an. Als dann am Freitag noch die weiteren drei Motorräder folgten, war die Sektion aus Fri/Wtm/Whv nahezu vollständig beisammen. Drei Bikes unserer Freunde vor Ort kamen noch hinzu, so dass wir insgesamt in den folgenden Tagen mit 18 Motorrädern die herrliche Oberlausitz, das Land der Sorben, die sächsische Schweiz, die Zittauer Berge und das Elbsandsteingebirge bereisten. Wie sich später herausstellte, hatten unsere dortigen Freunde ein umfangreiches Programm vorbereitet.
Die Unterbringung in der Pension „Sportlerheim“ in Horka war durchweg o. k. und die Wirtsleute stets bemüht uns den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Früher war das Sportlerheim das Trainingslager des Fußballvereins „Dynamo Dresden“.
Am Donnerstagabend wurde ein original „Sorbisches Hochzeitsessen“ serviert und durch Raphael (ein Biker unserer Außenstelle Ost) umfangreiche Informationen über die Landesmannschaft der Sorben gegeben.
Freitagvormittag ging es dann auf die erste Ausfahrt Richtung Zittauer Berge. Bei sonnigem Wetter ging es über Landstraßen (die das Herz eines jeden Bikers höher schlagen lassen), durch herrlich blühende Landschaft zu verschiedenen sehenswerten Zielen. Unter anderem besichtigten wir das Zisterzienser Kloster Marienthal, direkt an der Neisse gelegen, die hier die Grenze bildet. Nachmittags war eine Besichtigung des Domstifts in Bautzen und ein Stadtrundgang organisiert, natürlich unter sachkundiger Führung, plus exklusiver Parkmöglichkeit in der Innenstadt für unsere Krads. Man muss wissen, dass die Innenstadt von Bautzen in Vorbereitung der 1000-Jahr-Feier hermetisch für den Kfz-Verkehr abgesperrt war. Ein gemeinsames Essen, in der uns schon lieb gewonnenen „Spreepension“, rundete den Tag ab.
Samstags, bei strahlendem Sonnenschein, ging es dann wiederum durch die wunderbare Landschaft der Oberlausitz über Kamenz, Radeberg (den Biertrinkern unter den Lesern mit Sicherheit ein Begriff) zur Moritzburg. Nach kurzem Aufenthalt ging es dann über Meissen in Richtung Dresden. Raphael wollte uns die alten prächtigen Villen, mit wunderbarem Blick auf die Elbe hoch über dem Tal gelegen, zeigen. Er hatte jedoch übersehen, dass es schon eine Strapaze ist, wenn sich 18 Motorräder, einem Lindwurm gleich, langsam und gemächlich durch die Straßen schlängeln, und das alles bei strahlendem Sonnenschein.
Alle waren froh, als es dann langsam aber sicher wieder Richtung Horka ging. Für den Abend stand ein Grillfest auf dem Plan, und man konnte dem Besitzer der Sportlerpension, Michael, nur ein großes Lob aussprechen, für das, was er an diesem Abend dort auf die Beine stellte. Das zu guter Letzt auch noch Sylvia und Jens, die an diesem Tage das Fest ihrer „Silbernen Hochzeit“ begingen, uns diesen Abend „schenkten“ rundete den Tag oder besser gesagt auch den Morgen so richtig ab.
Gut das am Samstag endlich der schon lange angekündigte Regen einsetzte. So blieben die Pneus kalt und auch diejenigen, die den Abend ordentlich mit Benzin Gequatsche ausgedehnt hatten, konnten sich ohne Gefahr in die Obhut unserer „Busfahrer“ begeben. Die Fahrt führte uns in die Altstadt Dresdens. Nach kurzer Stadtbesichtigung ging es dann vom Asphalt auf das Wasser. „Schlösserfahrt“ war angesagt und so schipperten wir mit dem Raddampfer die Elbe aufwärts bis Pillnitz, vorbei an den Königsschlössern und weiteren imposanten Bauwerken, die wir in bleibender Erinnerung halten werden. Für die Rückfahrt in unsere Pension wurde dann eine Route durch das Elbsandsteingebirge gewählt. Nach dem gemeinsamen Abendessen in der Pension machte sich der überwiegende Teil der Gruppe nochmals in Richtung Bautzen auf. Wollten sie sich doch in den Trubel der 1000-Jahr-Feier der Stadt Bautzen stürzen. Das große Abschlussfeuerwerk war ein echtes Erlebnis.
Am Montag machte sich dann nach dem Frühstück die erste Gruppe zügig auf die Heimreise und eine zweite Gruppe, bestehend aus acht Bikes, fuhr gemütlich hinterher. Unerwähnt sollte nicht bleiben, dass alle Teilnehmer dieser Tour gesund und munter wieder zu Hause angekommen sind. Unser aller Dank gilt den Freunden in Bautzen, die uns einen wirklich angenehmen Aufenthalt in der Oberlausitz beschert haben.
Weiterhin gilt unser Dank der Pension „Sportlerheim“ in Horka, unter der Leitung ihres Chefs Michael, seiner Frau und seinen Eltern, die uns stets ein „heimatliches“ Gefühl vermittelten.
„Fri-on-Tour“ freut sich schon jetzt auf den nächsten Aufenthalt in der Oberlausitz.
Text: Schlips
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„Fri-on-Tour“ war wieder auf Tour!
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