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19.04.2008 - Reisen & Touren...
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Motorradfahren auf Madeira |
Achterbahn im Atlantic
Jährlich organisieren die beiden Auricher Thomas Höfling und Heinz Behrens Motorrad Trips für Freunde und bekannte Motorradfahrer auf Madeira. Kooperationspartner in diesem Jahr war die Fa. BMW-FiMoTec aus Leer vertreten durch Anja Kuhlmann.
Es ist Dezember, die ideale Zeit für Motorradfahrer auf dem Archipel. Die Temperaturen liegen zwischen 19 und 25 Grad. Viel Sonne, wenngleich auch mal ein Regenschauer niedergehen kann. Auf dieser Insel gibt es fast alles: Rustikale Fischerdörfer, Eukalyptus und Lorbeerwälder, Bananenfelder und Weinberge, sowie eine unglaubliche Blütenpracht. Zerklüftete Steilküsten und eine wilde Bergwelt mit atemberaubenden Schluchten und Wasserfällen prägen das Landschaftsbild. Madeira gehört zu Portugal und liegt ca 600 Km von Afrika und ca 900 Km von Portugal entfernt.
Das Hotel und die Motorräder (BMW F650 GS) haben die Biker vorab gebucht, die Qualität und der Pflegezustand der Bikes ist perfekt, alle mit ABS und Top-Case. Die Strassen kleben förmlich an den Felswäden, mehr als eine 60 Meter Gerade bis zur nächsten Kurve ist selten. Es gibt Haarnadelkuven bei heftiger Steigung und immer wieder Tunnel. Alte, völlig nasse oder neue beleuchtete Tunnel sind auf der ganzen Insel verteilt.Der höchste Berg ist der Pico Ruivo mit 1861 Metern. Unweigerlich muss man durch Wolken fahren um den Gipfel zu erreichen. Die Sicht ist nahe Null, rechts und links geht es senkrecht in die Tiefe. Nichts für schwache Nerven.
Oben angekommen und mit etwas Wetterglück, genießt man einen grandiosen Rundumblick. Etwa 30 bis 40% Steigung bietet eine ca 2 Kilometer lange und ca 2,5 Meter breite Strasse, die auf einem Bergrücken kerzengerade nach oben führt. Diese muss mit einer Körpervorlage im 1. Gang gefahren werden, wer kein Gewicht auf das Vorderrad bringt, wird unweigerlich auf dem Hinterrad fahren!! Das Motorradfahren auf Madeira ist bedingt durch die Vorgaben sehr anspruchsvoll, zumal das eigenwillige Fahrverhalten der Portugiesen hinzukommt.
Die nur ca. 57 Kilometer lange und ca. 20 Kilometer breite Insel hat wegen der unendlich vielen Kurven und einer gigantischen Bergwelt ein langes Strassennetz. Pro Tag schafft man gerade mal 120 Kilometer. Einen tollen Blick gibt es am Carbo Girao, dem höchsten Cliff in Europa, dort geht es 580 Meter senkrecht in die Tiefe zum Meer.Da sind natürlich Pausen angesagt, die man überall an herrlichen Aussichtspunkten einlegen kann.
Heinz Behrens als Guide mit einer Ortskenntnis wie sie mancher Maderenser nicht hat, und Thomas Höfling,der sich um alles Organisatorische kümmert, sowie auch um Pannenfälle, Servicemobil und Aktionen auf der Insel, sind somit bestens bestellt. |
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Motorradfahren auf Madeira
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