Last Update 03.06.2011 17:05 Uhr

Aprilia RS4 125


Aprilia RS4 125 -

Aprilia RS4 125
Zum Preis von 4 195 Euro ist die Aprilia RS4 125 zu haben.
Meisterstück. Denn im Gegensatz zu einigen Wettbewerbern schrumpft der kleine Supersportler nicht beim Aufsteigen, er bietet vielmehr ein überraschend geräumiges Platz-Angebot mit moderat sportlicher Vorgabe. Wer mag, kann sich wie beim Moto1 hinter die Racingscheibe ducken, doch im Normalfall sitzt man eher aufrecht mit relativ entspannten Kniewinkeln auf der Aprilia. Das erlaubt einerseits längere Etappen ohne Rücken- und Beinschmerzen und gewährt andererseits einen ordentlichen Überblick über den Verkehr, ohne die Nackenmuskulatur über Gebühr zu strapazieren. Als Antrieb dient die zweite Generation des 125er Viertaktmotors, der bei den Leichtkrafträdern der Konzernschwester Derbi schon für Furore sorgte. Der hochmoderne flüssigkeitsgekühlte Einzylinder arbeitet mit Vierventiltechnik, zwei obenliegenden Nockenwellen und Einspritzung samt Abgasreinigung per geregeltem Katalysator. Ein neues Motormanagement und die neue Auspuffanlage kommen hinzu, die trotz des kurzen Endschalldämpfers unter dem Motor durch einen stark verschlungenen Verlauf Drehmoment fördernde Krümmerlängen bereit stellt. Der Einspritzsingle hängt gut am Gas und bewegt die rund 145 Kilogramm leichte Fuhre auch bei niedrigeren Drehzahlen schon vom Fleck. Doch richtig Spaß macht der 125er erst ab 5000 Umdrehungen bis zum Drehzahl-Begrenzer, der bei 11 500 Touren sanft einsetzt. Für das gut schaltbare Sechsganggetriebe offeriert Aprilia

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erstmals in der 125er Klasse einen Schaltautomaten als Zubehör, der sich bei dem durchaus möglichen Rennstrecken Einsatz Rundenzeiten-optimierend einsetzen lässt, denn damit kann unter Vollgas hochgeschaltet werden. Auf dem abgesperrten Handlingkurs südlich von Mailand, wo die RS4 ihre erste Visitenkarte abgibt, zeigt der Digitaltacho als maximales Tempo 124 km/h an. Das ist natürlich total übertrieben, doch selbst mit echten 140 km/h dürfte das Aprilia-Fahrwerk zurecht kommen. Der stabile Brückenrahmen, die 17-Zoll-Bereifung (Auslieferung auf Allroundreifen der Marke Sava) und die ordentlich abgestimmten Federelemente machen die RS4 in diesem Areal sehr leichtfüßig, ohne dass sie nervös wirkt. Präzise und fast ohne Kraftaufwand biegt das Leichtkraftrad in alle Kurven und durch enge Schikanen. Auch die Bremsen zeigen sich der Dynamik gewachsen, wenngleich es leichte Unterschiede hinsichtlich des Biss bei den verschiedenen Testbikes gab. Kaum zu glauben, mit welch tollen Bikes heutzutage 16-Jährige durch die Gegend fahren dürfen, wird sich manch erwachsene Zweiradfan ein wenig neidisch sagen und sich an seine Jugend auf Kreidler und Herkules zurückerinnern. Da kommt fast zwangsläufig der Gedanke auf, dass selbstbestimmtes Fahren ab 16 mit einem solch erwachsenen Motorrad weitaus attraktiver ist als ein Eltern begleitetes Fahren mit 17 im Blechkäfig.


Aprilia RS4 125
Mit der RS4 125 ist mit hochwertiger Technik ausgestattet.
Thilo Kozik/mid
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