Aprilia Shiver 750 ABS
Sanfte Überarbeitung der aggressiven Mittelklasse

Die Shiver 750 hat Aprilia drei Jahre nach der Markteinführung sanft überarbeitet.
Eine Modellüberarbeitung der vorsichtigen Art hat jetzt Aprilia seinem Mittelklasse Naked Bike Shiver angedeihen lassen.
Seit die italienische Motorradmarke ihr unverkleidetes Modell SL 750 Shiver vor drei Jahren präsentierte, ist eine schwierige Zeit für Aprilia vergangen: Der Erfolg, der von diesem V2 Modell erwartet worden war, hat sich nicht so richtig eingestellt. Wettbewerbsmodelle wie die Ducati Monster oder die Triumph Street Triple waren stets beliebter als die Italienerin; sogar Aprilias gleich motorisiertes Supermoto Modell 750 Dorsoduro hat die 750 Shiver auf dem deutschen Markt im Jahr 2009 überflügelt. Vor diesem Hintergrund war es höchste Zeit für eine Detailpflege bei der Shiver, die nun für 9199 Euro zu haben ist.
Auf den ersten Blick fallen die Veränderung mager aus, die technischen Unterlagen lassen nur sehr geringe Eingriffe erkennen. Neben einer neuen Cockpit Maske mit Plexi Hutze zum Zwecke verbesserten Windschutzes hat man sich vor allem mit der Sitzposition beschäftigt. So ist das Sitzpolster zugunsten einer besseren Erreichbarkeit des Bodens im vorderen Bereich um zwei Zentimeter schmaler geworden, zugleich wurden die
Fußrasten für Fahrer und Passagier sportiver gestaltet. Eine geringfügige technische Änderung ist von den Bremsscheiben zu vermelden: Sie sind jetzt im aktuellen Wave Design gehalten. ABS ist für Deutschland weiterhin Serie; die Funktionsweise sowohl der Radial-Bremsanlage wie des ABS ist ohne Fehl und Tadel.
Wichtiger fürs Fahrverhalten ist aber etwas ganz anderes: Die hintere Felge, mit bislang 6,0 Zoll extrem breit ausgefallen, wird nun durch ein 5,5 Zoll-Exemplar ersetzt. Zusammen mit dem unveränderten 180/55er Pneu verbessert sich die Fahrbarkeit der Shiver deutlich; sie lenkt leichter in Kurven ein und hält die Linie nun auch gut; ein klarer Pluspunkt zur bisherigen Version.
Nicht ganz überzeugen kann die Motorabstimmung der von Anfang an mit einem innovativen ridebywire System ausgerüsteten Shiver. Der nominell 70 kW/95 PS bei 9 000 U/min leistende V2 Motor mit 750 ccm Hubraum zeichnet sich im S Modus (Sport) durch eine sehr aggressive Gasannahme aus, die den Fahrspaß nicht wirklich unterstützt. Besser funktioniert die
Teststeno Aprilia Shiver:
Naked Bike der Mittelklasse mit flüssigkeitsgekühlten V2 Viertakt Motor und 750 ccm Hubraum, vier Ventile pro Zylinder, Leistung 70 kW/95 PS bei 9 00 U/min, max. Drehmoment 81 Nm bei 7000 U/min, Sechs Gang Schaltgetriebe, Sitzhöhe 81 Zentimeter, elektronische Einspritzung, Tankinhalt 15 Liter, Leergewicht 210 Kilogramm, Höchstgeschwindigkeit 210 km/h, Verbrauch ca. 6,0 Liter Superbenzin auf 100 Kilometer; Preis: 9199 Euro.