Last Update 05.11.2009 20:38 Uhr

BMW F 800 R


Der gute Schluss

Bayerin zu Tage: Die Spiegel vibrierten bei flotter Fahrt so stark, dass der Blick nach hinten nichts mehr brachte - das ist gerade auf der Autobahn ein gefährlicher Sicherheits mangel. Am meisten Spaß macht die nackte BMW aber eindeutig auf kurvigen, kleinen Landstraßen. Da spielt sie ihre Trümpfe aus: aufrechte Sitzposition, breiter Lenker, Spurstabilität, präzises Lenkverhalten, Handlichkeit und ordentliche Verzögerung. Wer flott unterwegs sein will, muss jedoch die sechs Gänge fleißig rauf- und runterschalten, was aber eine durchaus vergnügliche Angelegenheit ist, denn die Mechanik arbeitet butterweich. Dann hängt die F 800 R stets sauber am Gas, macht Überholvorgänge zur kurzweiligen Angelegenheit und erfüllt das BMW-Motto \"Freude am Fahren\". Ein weiterer erfreulicher Aspekt an der unverkleideten Bayerin ist, dass sie sich trotz fehlender windschnittiger

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Plastik verkleidung auch beim Verbrauch mit ziemlich wenig zufrieden gibt. Im Schnitt konsumierte sie 4,8 Liter Super auf 100 Kilometer. Auch die Kosten für die jährliche Haftpflicht hält sich in Grenzen und fällt beispielsweise bei der AXA mit 91,82 Euro recht günstig aus. Abgesehen von den wackeligen Spiegeln bei hohem Tempo, einem hakeligen Zündschloss und einem Blinkerschalter mit schlechter Rückmeldung bleibt ansonsten ein rundum positives Bild als Fazit. Da der Grundpreis konkurrenzfähige 7 940 Euro beträgt, ist es BMW gelungen, mit dem vierten und letzten Exemplar die F-Baureihe mit einem wirklich guten Schluss abzurunden. Herstellertypisch bleibt nach wie vor, das sinnvolle Extras aufpreispflichtig sind, beispielsweise das ABS für 710 Euro, der Bordcomputer für 145 Euro und das Windschild für 100 Euro.


BMW F 800 R
mid / Werner Wagner / MS
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