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Fahrbericht
Last Update 09.01.2009 18:06 Uhr
BMW R-1200 CL Modell 2002
Es kehrt wieder Ruhe ein. Die Saison ist endgültig vorbei und nachdem sich die Messestände der Hersteller auf der Intermot mal wieder gegenseitig überflügelten, ist erst mal Pause angesagt. Besonders BMW kann sich verdienterweise eine Schaffenspause gönnen, reiht sich doch das Jahr 2002 wieder einmal in der hauseigenen Liste der Rekordjahre ein. Ruhe auch deshalb, weil die neue BMW R 1200 CL bereits vor der größten Motorradausstellung der Welt präsentiert wurde. Der richtige Gemütszustand, um den komfortablen Boxer richtig genießen zu können.
Dick bepackt mit Wind- und Beinschild, Koffern und Topcase, gleich aus vier Scheinwerfern schielend, hinterlässt sie schon im Stand einen imposanten Eindruck. Während mir noch im gleichen Augenblick ein Vergleich mit dem Cruiser R 1200 C durch den Kopf geht, nehme ich auch schon Platz in dem über 300 Kilogramm schweren Supertourer. Wobei das Super freilich zu relativieren ist. Zutreffend in jedem Fall, wenn es um Luxus und Komfort geht. Von der bedienerfreundlichen Audioanlage über den Dosenhalter, bis hin zu den satten Trittbrettern lässt die BMW keine Wünsche offen. Bis auf den Motor erinnert die CL ein wenig an die ebenfalls opulent ausgestatte K 1200 LT aus gleichem Hause. Da wirken die 61 PS bei 5.000 min-1 vergleichsweise bieder. Doch sollte ich mich eines besseren belehren lassen.
98 Nm bei niedertourigen 3.000 min-1 sprechen ihre eigene Sprache. Satt beschleunigt der Zweizylinder-Boxer-Motor die Fuhre nach vorn. Ab Leerlaufdrehzahl dröhnt das verhaltene Brummen durch den

 Jet-Helm. Sanfte Vibrationen lassen meine Hände rhythmisch mitswingen - so sanft , das ich sie kaum wahrnehme. Das ist schon eine Kunst für sich, einen 1.170 ccm großen Twin derart laufruhig zu bekommen. Und das auch noch ohne Wasserkühlung. Aber das ist nichts wirklich neues bei der CL. Das kennt man auch schon von der C. Neu sind andere Sachen. Der neue Rahmenheck zum Beispiel, oder die neuen Räder, oder die neuen Dämpfer und natürlich der Tempomat. Keine Frage, das hat was. Bei 80 km/h einfach den Daumen drücken und schon gehts noch stressfreier mit konstantem Tempo voran. Übrigens der erste Tempomat bei einer BMW-Boxer.
Auf Landstraßen lässt man jedoch lieber die Muskeln spielen und sich ganz nebenbei vom gepflegten Komfort verwöhnen. Gemütliches Kurven-Surfen ist angesagt, wer mag auch mit Radio oder CB-Funk - alles kein Problem. Das Fahrwerk gibt sich betont komfortabel, aber nicht zu weich. Sobald die Fuhre einmal rollt ist auch von dem Gewicht nicht mehr viel zu spüren. Die angegebenen 165 km/h Höchst- geschwindigkeit interessieren mich nicht wirklich. Lieber gleite ich mit 90, 100 km/h durch die Täler, lege nach zwei oder drei Stunden ein Päuschen ein und freue mich darüber, mein Päckchen Zigaretten in all den Staufächern wiedergefunden zu haben. Natürlich auch über den verhaltenen Kraftstoffverbrauch von mageren 5,4 Liter
Fazit:
Die neue BMW R 1200 CL ist ein Motorrad für Genießer. G-Kat, ABS, Koffer, Topcase und dieser wahnsinnig coole Dosenhalter - das macht den an, der auf eine möglichst gepflegte Art von A nach B kommen möchte. Dabei spielt es keine Rolle, wie weit diese Punkte auseinander liegen.
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 Motor: Luft-/ölgekühlter Zweizylinder-Viertakt Boxermotor, 4Ventile/Zylinder, 1.170 ccm, Leistung 45 kW/61 PS bei 5.000 min-1, 98 Nm bei 3.000 min-1, elektronische Einspritzung, 6 Gänge, Stahlrohr-Brückenrah- men, Telelever vorn, Zentralfeder- bein hinten, Sitzhöhe 745 mm, Tankinhalt 17,5 Liter, Reifen vorn 150/80-16, hinten 170/80-16, Leergewicht 308 kg, Höchstgeschwin- digkeit 165 km/h, Verbrauch 5,4 Liter Super/100 km, Garantie: zwei Jahre ohne Km-Begrenzung, Erste Inspektion nach 1.000, dann alle 10.000 km.
Preis 2002: Ab 15.100 , ABS: 1.040 Aufpreis.
Super auf 100 Kilometern.
Sie merken, fahrtechnisch hat sich im Vergleich zu C nicht wirklich viel verändert. Natürlich, 33 Kilogramm lassen sich nicht einfach so kaschieren. Man merkt sie schon, aber erst ab einem Tempo, das sich mit der R 1200 C einfach nicht gehört. Passender ist dagegen der phantastische Windschutz und die superbe Rücksicht in den Rückspiegel, die diesen Namen auch wirklich verdient haben. Ein Lob auch für das leise, gut schaltbare Sechsganggetriebe, dass sich spürbar leichte schalten lässt und darüber hinaus auch über einen drehzahlschonenden Overdrive verfügt. Das sind Argumente, die zur CL passen. Genauso wie die viel gerühmte EVO-Bremse, die bereits im Grundpreis inbegriffen ist.
Während ich darüber nachdenke, was es zu kritisieren gibt, muss ich zugeben, dass man mit der R 1200 CL auf einem derart hohen Niveau tourt, bei dem Kritikpunkte erst dann auftreten, wenn man die BMW nicht artgerecht bewegt. Dicke Tourer sind nun mal keine Supersport- ler, so dass ich gern auf den letzten Meter Bremsweg pfeife, genauso wie auf die Dosierbarkeit der an sich tollen EVO- Bremse, oder die fehlenden 20 Grad Schräglage und den ungünstigen Knieschluss, der so gar nicht zum Kurven brennen taugt. Kann man das für 15.100 erwarten? Aber sicher! Nur nicht bei einem Supertourer.
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Besonders BMW kann sich###verdienterweise eine Schaffenspause###gönnen, reiht sich doch das Jahr 2002###wieder einmal in der hauseigenen Liste###der Rekordjahre ein. Ruhe auch###deshalb, weil die neue BMW R 1200 CL###bereits vor der größten###Motorradausstellung der Welt###präsentiert wurde. Der richtige###Gemütszustand, um den komfortablen###Boxer richtig genießen zu können.
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###Dick bepackt mit Wind- und Beinschild,###Koffern und Topcase, gleich aus vier###Scheinwerfern schielend, hinterlässt sie###schon im Stand einen imposanten###Eindruck. Während mir noch im###gleichen Augenblick ein Vergleich mit###dem Cruiser R 1200 C durch den Kopf###geht, nehme ich auch schon Platz in###dem über 300 Kilogramm schweren###Supertourer. Wobei das Super freilich###zu relativieren ist. Zutreffend in jedem###Fall, wenn es um Luxus und Komfort###geht. Von der bedienerfreundlichen###Audioanlage über den Dosenhalter, bis###hin zu den satten Trittbrettern lässt die###BMW keine Wünsche offen. Bis auf den###Motor erinnert die CL ein wenig an die###ebenfalls opulent ausgestatte K 1200###LT aus gleichem Hause. Da wirken die###61 PS bei 5.000 min- 1 vergleichsweise###bieder. Doch sollte ich mich eines###besseren belehren lassen.
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###98 Nm bei niedertourigen 3.000 min- 1###sprechen ihre eigene Sprache. Satt###beschleunigt der Zweizylinder- Boxer-###Motor die Fuhre nach vorn. Ab###Leerlaufdrehzahl dröhnt das verhaltene###Brummen durch den Jet- Helm. Sanfte###Vibrationen lassen meine Hände###rhythmisch mitswingen - so sanft , das###ich sie kaum wahrnehme. Das ist###schon eine Kunst für sich, einen 1.170###ccm großen Twin derart laufruhig zu###bekommen. Und das auch noch ohne###Wasserkühlung. Aber das ist nichts###wirklich neues bei der CL. Das kennt###man auch schon von der C. Neu sind###andere Sachen. Der neue Rahmenheck###zum Beispiel, oder die neuen Räder,###oder die neuen Dämpfer und natürlich###der Tempomat. Keine Frage, das hat###was. Bei 80 km/h einfach den Daumen###drücken und schon gehts noch###stressfreier mit konstantem Tempo###voran. Übrigens der erste Tempomat###bei einer BMW- Boxer.
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###Auf Landstraßen lässt man jedoch###lieber die Muskeln spielen und sich###ganz nebenbei vom gepflegten Komfort###verwöhnen. Gemütliches Kurven- Surfen###ist angesagt, wer mag auch mit Radio###oder CB- Funk - alles kein Problem.###Das Fahrwerk gibt sich betont###komfortabel, aber nicht zu weich. Sobald###die Fuhre einmal rollt ist auch von dem###Gewicht nicht mehr viel zu spüren. Die###angegebenen 165 km/h Höchst-###geschwindigkeit interessieren mich###nicht wirklich. Lieber gleite ich mit 90,###100 km/h durch die Täler, lege nach###zwei oder drei Stunden ein Päuschen###ein und freue mich darüber, mein###Päckchen Zigaretten in all den###Staufächern wiedergefunden zu haben.###Natürlich auch über den verhaltenen###Kraftstoffverbrauch von mageren 5,4###Liter Super auf 100 Kilometern.
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###Sie merken, fahrtechnisch hat sich im###Vergleich zu C nicht wirklich viel###verändert. Natürlich, 33 Kilogramm###lassen sich nicht einfach so kaschieren.###Man merkt sie schon, aber erst ab###einem Tempo, das sich mit der R 1200###C einfach nicht gehört. Passender ist###dagegen der phantastische Windschutz###und die superbe Rücksicht in den###Rückspiegel, die diesen Namen auch###wirklich verdient haben. Ein Lob auch für###das leise, gut schaltbare###Sechsganggetriebe, dass sich spürbar###leichte schalten lässt und darüber###hinaus auch über einen###drehzahlschonenden Overdrive verfügt.###Das sind Argumente, die zur CL###passen. Genauso wie die viel gerühmte###EVO- Bremse, die bereits im###Grundpreis inbegriffen ist.
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###Während ich darüber nachdenke, was###es zu kritisieren gibt, muss ich zugeben,###dass man mit der R 1200 CL auf einem###derart hohen Niveau tourt, bei dem###Kritikpunkte erst dann auftreten, wenn###man die BMW nicht artgerecht bewegt.###Dicke Tourer sind nun mal keine###Supersport- ler, so dass ich gern auf###den letzten Meter Bremsweg pfeife,###genauso wie auf die Dosierbarkeit der###an sich tollen EVO- Bremse, oder die###fehlenden 20 Grad Schräglage und den###ungünstigen Knieschluss, der so gar###nicht zum Kurven brennen taugt. Kann###man das für 15.100 erwarten? Aber###sicher! Nur nicht bei einem Supertourer.