BMW X3 Fahrbericht
Größer, schneller, sparsamer

Der Pionier in der Klasse der mittelgroßen Premium SUV erfährt im Herbst eine Neuauflage
Die Konkurrenz hat in der Klasse der mittelgroßen SUV gerade erst gekontert, da legt BMW bereits die nächste Auflage seines Bestsellers X3 nach.
Nach nur sechs Jahren Bauzeit tritt die neue Generation im Herbst gegen Audi Q5 und Mercedes GLK an. Größer, dynamischer und komfortabler als bisher kommt im November der neue BMW X3 auf den Markt. Nach nur sechs Jahren Bauzeit tritt die neue Generation gegen Audi Q5 und Mercedes GLK an. Der gefährlichste Gegner dürfte dabei aus den eigenen Reihen kommen.
Mit der ersten Generation des X3 war BMW lange Jahre allein auf weiter Flur, ehe die Wettbewerber nachzogen. Mehr als 600 000 verkaufte Einheiten sprechen für sich. Ab dem Herbst soll der Erfolg fortgesetzt werden. Bei der Optik orientiert sich der SUV Neuling deutlich am größeren X5; mehrere Motoren teilt sich der X3 dagegen mit seinem kleinen Bruder X1. Der könnte sich in den ersten Jahren als stärkster Konkurrent entpuppen. Denn vielen Interessenten dürfte das preisgünstigere Kompakt SUV in Sachen Dimension und Motorleistung reichen.
Mit einer Länge von 4,65 Metern ist der X3 um neun Zentimeter gewachsen. Mehr Länge, mehr Breite und mehr Höhe heißen trotz durchweg leistungs stärkerer Motoren jedoch nicht zwangsläufig mehr Gewicht. Die Modelle wiegen zwischen 20 Kilogramm und 25 Kilogramm weniger als ihre Vorgänger, erklärt Heinz Krusche, seit Jahren für die Fahrdynamik im Hause BMW zuständig. So dürfte sich das Basismodell BMW X3 xDrive 20d mit seinem 135 kW/184 PS starken Vierzylinder Commonrail Diesel mit 5,5 Litern Verbrauch auf 100 Kilometern zufrieden geben.
Trotzdem gibt es 210 km/h Spitze und ein maximales Drehmoment von 350 Nm. Zu Marktstart wird der neue X3 zudem noch als xDrive 35i mit 225 kW/306 PS und 400 Nm angeboten. Wie alle Sechszylinder ist das Top Modell mit einer Achtgang Sportautomatik kombiniert, die neben Schaltpaddeln am Lenkrad eine geänderte Software für mehr Fahrspaß bietet. Der X3 wird der erste BMW sein, der serienmäßig in allen Motor und Getriebevarianten über eine serienmäßige Start Stopp Automatik verfügt. Zusammen mit den anderen Effizienzmaßnahmen sollen die Verbräuche im Vergleich zum Vorgänger so um rund 15 Prozent sinken.
Im Frühjahr 2011 wird das Motorendoppel um weitere Varianten ergänzt. So wird der X3 unter anderem einen Vierzylinder Diesel mit 154 kW/210 PS sowie einen Dreiliter Reihensechszylinder mit rund 250 PS bekommen. Beide Triebwerke sind bereits aus X1 und anderen BMW Modellen bekannt. Ebenfalls 2011 sollen zudem die neuen Vierzylinder Benziner mit einfacher und doppelter Turbo Aufladung Einzug halten.
Die größte Stärke des Mittelklasse SUV bleibt jedoch die Fahrdynamik. Dort hat der X3 nochmals deutlich nachgelegt. War die erste Generation nicht nur straff und sportlich, sondern gerade auf der Hinterachse polternd hart, so präsentiert sich die zweite Generation hier deutlich ausgewogener. Besonders breit konnten wir das Fahrwerk mit den optional erhältlichen elektronischen Dämpfern abstimmen, so Heinz Krusche, hier hat der Fahrer
Der Preis für das Basismodell BMW X3 xDrive 20d dürfte mit rund 38 000 Euro auf dem Niveau des Vorgängers liegen. Das Top Modell X3 xDrive 35i ist mit standesgemäßen Sonderausstattungen problemlos auf 60 000 Euro zu drücken. Zwar gibt es Ausstattungsdetails vollelektrische Ledersitze, Keyless Go, Festplattennavigation oder Head Up Display, jedoch werden Spurhalte, Überhol oder Nachtsichtassistenten ebenso außen vor bleiben wie ein Abstandstempomat.