Ducati Monster 696
Einstieg in die neue Ära
Optisch wie technisch rundum modifiziert - praktisch alles neu
Die Monster-Baureihe hat Ducati einer gründlichen Überarbeitung unterzogen. Auch das 7695 Euro teure Einstiegs-modell Monster 696 wurde optisch wie technisch rundum modifiziert. An ihr ist praktisch alles neu: Der Rundschein-werfer ist unglaublich flach. Unter der bauchigen Tankabdeckung ist der 15-Liter-Kunststofftank und eine Zehn-Liter-Airbox verborgen. Der sogenannte Hybridrahmen aus einem Gitterrohr-geflecht mit leichten Aluguss-Profilen umrahmt den neuen Motor, eine mas-sive Zweiarmschwinge, das hochge-zogene Stummelschalldämpfer Duo und die LED-Heckeinheit sind eben-falls neu.
Der klassische luftgekühlte Desmo-Twin mit 696 ccm Hubraum und zwei Ventilen überzeugt mit zahlreichen inneren Maßnahmen und neuen Zylinderköpfen. Und so aufgepeppt erzielt er mit sieben PS mehr jetzt 54 kW/74 PS; das Drehmomentmaximum beträgt 69 Nm bei 7 750 U/min. Trotz des neuen Einspritzsystem und zweier Lambdasonden, je eine pro Zylinder für eine differenzierte Gemischaufbe-reitung, gibt es ein Ruck beim Gasan-legen (Lastwechselreaktion beim Gasweg-nehmen und erneutem Gasgeben) und
ein leichtes, aber konstantes Fahrruckeln. Das ist zwar nicht wirklich übel, aber eben spürbar. Davon abgesehen hängt der 696-Motor schon früh am Gas und läuft runder im unteren Drehzahlbereich als frühere Desmo-Twins. Guter Druck herrscht bis 6 000 Touren, bevor der 90-Grad-V-Motor unter deftigem Ansauggeräusch einen freudigen Zusatzschub freisetzt und munter bis zum Begrenzer dreht, dessen Erreichen ein Rotlicht im Cockpit signalisiert. Eine ungewöhnlich leichtgängige Kupplung samt gut schaltbarem Sechsganggetriebe unter-stützen diese Aktivitäten.
Die Ergonomie ist typisch für das italienische Naked Bike, die einen sportlich vorgeneigten Körper unterstützt. Beim Griff an die breite Lenkstange fühlt sich der Pilot direkt zum Kurvenräubern herausgefordert. Hier biegt die Monster sehr verlässlich und mühelos in die Kurven - ein kurzer Lenkimpuls genügt, und schon schwingt die Duc in die gewünschte Richtung. Ihre Handlichkeit verdankt sie vor allem dem schmalen 160er-Reifen hinten, kein lästiges Aufstellmoment auf Bodenwellen und Bremsen in Schräg-lage
Teststeno Ducati Monster 696:
Naked Bike mit luftgekühltem 90-Grad-V-Motor, zwei Zylinder, zwei Ventile je Zylinder, Hubraum 696 ccm, 54 kW/74 PS Leistung bei 9 000 U/min, max. Drehmoment 69 Nm bei 7 750 U/min, elektronische Kraftstoffeinspritzung, geregelter Katalysator, Sechsganggetriebe, Hybridrahmen aus Gitterrohr-Stahl und Alu-Gussprofilen, Telegabel, Aluminium-Zweiarmschwinge mit Zentralfederbein, Sitzhöhe 77 cm, Tankinhalt 15,0 Liter, Leergewicht 183 kg, zul. Gesamtgewicht 390 kg; Preis 7 695 Euro.