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Fahrbericht
Last Update 09.01.2009 18:06 Uhr
Ducati Monster S4 Modell 2001
Die wilde Seite Deiner Seele
 Praxis: Beschleunigung 0-100 in 3,1 sek., Höchstgeschwindigkeit 235 km/h, Verbrauch 6,2 Liter Super bleifrei/100 km
Rationell Denken ist sicher klug. Was aber geschieht, wenn sich verborgene Gelüste die Blöße geben und dem logischen Verstand schamlos seiner Bedeutung berauben? Keine Vollverkleidung, kein leise säuselnder Vierzy- linder, keine weichen Federelemente - nichts von alledem versucht Deine Sinne zu besänftigen und Deine Wahrnehmung zu beschwichtigen, um Dich möglichst faltenfrei von A nach B zu bringen. Die neue Ducati Monster S4 ist ein Motorrad das lebt, das fordert und gibt. Lesen Sie, warum die stärkste gleichzeitig auch die faszinierendste Monster aller Zeiten ist.
Ducati steht für Sportlichkeit auf höchstem Niveau. Punkt. Spätestens seit Produktionsbeginn des phänomenalen Vierventil-Desmoquattro-Motors im Jahre 1986 genießt der leistungsstarke 90°-V-Motor den Ruf als regelrechter Vierzylinder-Killer. Was in der 916 bis 1997 für furiose Fahrleistungen taugte, sollte für die neue Monster S4 gerade recht sein. Dabei ist die weiterhin angebotene M 900 Monster mit ihren 78 PS nicht wirklich zu schwach. Eine S4 ist einfach anders. Ganz anders. Heftiger. Sportlicher. Brutaler.
Die Optik versprüht schon im Stand Agilität und Kraft im Überfluss. Ästhetisch schmiegt sich das stählerne Gitterrohr-Fachwerk ins Gefüge aus dominierendem Tank und mattgrauem Motorgehäuse. Dabei sparten die Techniker nicht an gewichtssparendem Material und spendierten der Monster zahlreiche Kohlefaser-Bauteile. Kotflügel vorn und hinten, Seitendeckel sowie die Abdeckungen der Zahnriemen zum Antrieb der insgesamt vier obenliegenden Nockenwellen sind aus Carbon gefertigt. 101 PS aus exakt 916 Kubikzentimeter Hubraum sorgen für reichlich Punch in allen Lagen. Und das alles bei vergleichsweise moderaten 8.750 /min-1. Gut 3 Sekunden für den Spurt auf 100 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 235 km/h sprechen für sich. Da braucht es einfach schiere Kraft. Die

 Motor: Wassergekühlter Zweizylinder-Viertakt-L-Motor, DOHC-Desmodromik, 4 Ventile je Zylinder, Bohrung x Hub 94 x 68 mm, Hubraum 916 ccm, Verdichtung 11:1, Marelli-Einspritzanlage mit einer Einspritzdüse pro Zylinder, Leistung 101 PS bei 8.750 min-1, max. Drehmoment 92 Nm bei 7.000 min-1, digitale Kennfeldzündung, E-Starter, 6-Gang-Getriebe, Stahl-Gitterrohrrahmen aus Chrom-Molydän, Radstand 1.440 mm, Nachlauf 100 mm, Lenkkopfwinkel 66°, Sitzhöhe 805 mm, Tankinhalt 16,5 Liter (3 Liter Reserve), Reifen vorn/hinten: 120/70-17 180/55-17, Radführung vorn Upside-Down-Gabel, komplett einstellbar, Tauchrohrø 43 mm, Einarmschwinge mit Zentral-Federbein (komplett einstellbar), Hinterradantrieb über Kette, Federweg vorn/hinten: 120/144 mm, Bremsen vorn: Doppel-Scheibenbremse ø 320 mm, Vier-Kolben-Festsattel, hinten: Einfachscheibe ø 245 mm, Zwei-Kolben-Festsattel, Leergewicht 193 kg, Gewicht fahrfertig 205 kg Praxis bestätigt den Kraftmeier-Eindruck und treibt dem Fahrer ein breites Dauergrinsen zwischen die Mundwinkel. Ab 3.500 /min-1 holt der Desmoquattro tief Luft und ... - hat einen verdammt langen Atem! Bis 8.500 /min-1 zieht´s Dir mächtig die Arme lang. Völlig ungeniert stampft der Motor die Drehzahlleiter hinauf und lässt niemanden darüber im Unklaren, dass sich im Inneren des wassergekühlten Vau Zwei die aufwendigste und drehzahlsicherste Ventilsteuerung befindet. Der Motorlauf ist bekannt hart, dafür aber auch ganz besonders herzlich. Etliche Hebelchen zum separaten Öffnen und Schließen der 33 und 29 Millimeter großen Ein-, beziehungsweise Auslassventile lassen sich nun mal nicht ganz lautlos bewegen. Kein Vergleich zum bisherigen Top-Modell der Monster-Baureihe, das mit geschmeidigem Lauf eher auf ruhig macht. Da nützt auch der klimatisierende Wassermantel der neuen Monster nicht viel.
Tja, womit wir auch schon beim Thema Sound wären. Oh, Entschuldigung. Klang muss es heißen! Bei einer Ducati in Anglizismus zu verfallen, wäre zurecht glatter Stilbruch. Die Tonwellen, die die beiden oval geformten Endtöpfe verlassen, setzen sich im Kleinhirn mit Nachhaltigkeit dauerhaft fest. Das ist so wie mit dem Joint, den man in den wilden Jahren inhallierte und dem damit verbundenen Geruch, den man nie wieder vergisst. Soviel vorweg: S4-Fahren birgt Suchtrisiken.
Doch ein starker Motor allein macht noch nicht glücklich. Es ist das aus dem Sporttourer ST 4 bekannte Fahrwerk mit einem flacheren Lenkkopf, dass dem Ganzen zum vollendeten Glanz verhilft und S4-Fahrern eine neue Dimension eröffnet. Sehr straff gedämpft, angenehm handlich und mit der Ducati-typischen Spabilität, lässt
Fazit:
Die neue S4 ist das wahre Monster für alle Tage. Der leistungsstarke Motor, die ansprechende Optik und der einfache Umgang machen Lust auf jede Fahrt und lassen sie trotzdem nicht alltäglich werden. Für knapp 23.000 Mark erhält der Kunde eine hochwertige Fahrmaschine, die aus jedem Blickwinkel den Esprit versprüht, der süchtig machen kann.
Plus:
+ leistungs- und drehmomentstarker Antrieb
+ stabiles und handliches Fahrwerk mit viel Reserven
+ sehr gute Beherrschbarkeit
Minus:
- etwas eingeschränkter Lenkeinschlag
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es sich herzhaft stramm duch die Kurven brennen. Dabei spielt auch die anwenderfreundliche Brembo-Bremse hervorragend mit. Unproblematisch in der Bedienung und mit der nötigen Standfestigkeit versehen, lässt man schon mal ungewollt so manch stärkere Konkurrenz ziemlich alt aussehen. Die Monster S4 zeigt Dir unverholen die wilde Seite Deiner Seele.
Das alles so einfach geht ist auch den serienmäßigen Pirelli Corsa-Reifen zu verdanken. Das Aufstellmoment entfällt quasi komplett, was den Umgang mit der Vorderradbremse zunehmend unterstütt. Das ist auch gut so, denn die hintere Scheibenbremse ist praktisch ohne Wirkung. Auch die Kupplung ist trotz hydraulischer Betätigung nichts für zartbesaitete Gemüter. Da muss man schon kräftig hinlangen, was aber durch ein gut schaltbares Sechsganggetriebe belohnt wird. Nur ab und zu leisten sich die Gangradpaare einen Ausrutscher und machen durch ein vernehmliches Klock auf sich aufmerksam. Der ellenlange erste Gang passt dagegen unerwartet gut. Sobald die Fuhre rollt, lässt es sich ohne Kupplungszauber selbst in der City ´rumgurken. Und immerwieder dieser satte Drehmomentberg bei moderaten Drehzahlen ...
Dank der entspannten und konzentrierten Sitzposition hat man die 205 Kilogramm schwere Fuhre bestens im Griff. Lediglich der nicht übermäßige Lenkeinschlag mindert ein wenig die Handhabung beim Rangieren. Der Knieschluss zum 16,5 Liter-Spritfass ist okay und die kleine Fliegenpatsche kämpft tapfer gegen den anstürmenden Orkan. Das die S4 kein Express-Tourer für zwei ist, dürfte angesichts der doch eingeschränkten Unterbringungsmöglichkeit für Sozius und Gepäck einleuchten.

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Fotos: Ulrich Hoffmann
Ulrich Hoffmann
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Keine Vollverkleidung, kein leise###säuselnder Vierzy- linder, keine weichen###Federelemente - nichts von alledem###versucht Deine Sinne zu besänftigen###und Deine Wahrnehmung zu###beschwichtigen, um Dich möglichst###faltenfrei von A nach B zu bringen. Die###neue Ducati Monster S4 ist ein Motorrad###das lebt, das fordert und gibt. Lesen###Sie, warum die stärkste gleichzeitig###auch die faszinierendste Monster aller###Zeiten ist.
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###Ducati steht für Sportlichkeit auf###höchstem Niveau. Punkt. Spätestens###seit Produktionsbeginn des###phänomenalen Vierventil-###Desmoquattro- Motors im Jahre 1986###genießt der leistungsstarke 90°- V-###Motor den Ruf als regelrechter###Vierzylinder- Killer. Was in der 916 bis###1997 für furiose Fahrleistungen taugte,###sollte für die neue Monster S4 gerade###recht sein. Dabei ist die weiterhin###angebotene M 900 Monster mit ihren 78###PS nicht wirklich zu schwach. Eine S4###ist einfach anders. Ganz anders.###Heftiger. Sportlicher. Brutaler.
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###Die Optik versprüht schon im Stand###Agilität und Kraft im Überfluss.###Ästhetisch schmiegt sich das stählerne###Gitterrohr- Fachwerk ins Gefüge aus###dominierendem Tank und mattgrauem###Motorgehäuse. Dabei sparten die###Techniker nicht an gewichtssparendem###Material und spendierten der Monster###zahlreiche Kohlefaser- Bauteile.###Kotflügel vorn und hinten, Seitendeckel###sowie die Abdeckungen der###Zahnriemen zum Antrieb der insgesamt###vier obenliegenden Nockenwellen sind###aus Carbon gefertigt. 101 PS aus exakt###916 Kubikzentimeter Hubraum sorgen###für reichlich Punch in allen Lagen. Und###das alles bei vergleichsweise###moderaten 8.750 /min- 1. Gut 3###Sekunden für den Spurt auf 100 km/h###und eine Höchstgeschwindigkeit von###235 km/h sprechen für sich. Da braucht###es einfach schiere Kraft. Die Praxis###bestätigt den Kraftmeier- Eindruck und###treibt dem Fahrer ein breites###Dauergrinsen zwischen die###Mundwinkel. Ab 3.500 /min- 1 holt der###Desmoquattro tief Luft und ... - hat einen###verdammt langen Atem! Bis 8.500 /min-###1 zieht´s Dir mächtig die Arme lang.###Völlig ungeniert stampft der Motor die###Drehzahlleiter hinauf und lässt###niemanden darüber im Unklaren, dass###sich im Inneren des wassergekühlten###Vau Zwei die aufwendigste und###drehzahlsicherste Ventilsteuerung###befindet. Der Motorlauf ist bekannt hart,###dafür aber auch ganz besonders###herzlich. Etliche Hebelchen zum###separaten Öffnen und Schließen der 33###und 29 Millimeter großen Ein- ,###beziehungsweise Auslassventile###lassen sich nun mal nicht ganz lautlos###bewegen. Kein Vergleich zum###bisherigen Top- Modell der Monster-###Baureihe, das mit geschmeidigem Lauf###eher auf ruhig macht. Da nützt auch der###klimatisierende Wassermantel der###neuen Monster nicht viel.
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###Tja, womit wir auch schon beim Thema###Sound wären. Oh, Entschuldigung.###Klang muss es heißen! Bei einer Ducati###in Anglizismus zu verfallen, wäre zurecht###glatter Stilbruch. Die Tonwellen, die die###beiden oval geformten Endtöpfe###verlassen, setzen sich im Kleinhirn mit###Nachhaltigkeit dauerhaft fest. Das ist so###wie mit dem Joint, den man in den###wilden Jahren inhallierte und dem damit###verbundenen Geruch, den man nie###wieder vergisst. Soviel vorweg: S4-###Fahren birgt Suchtrisiken.
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###Doch ein starker Motor allein macht###noch nicht glücklich. Es ist das aus dem###Sporttourer ST 4 bekannte Fahrwerk mit###einem flacheren Lenkkopf, dass dem###Ganzen zum vollendeten Glanz verhilft###und S4- Fahrern eine neue Dimension###eröffnet. Sehr straff gedämpft,###angenehm handlich und mit der Ducati-###typischen Spabilität, lässt es sich###herzhaft stramm duch die Kurven###brennen. Dabei spielt auch die###anwenderfreundliche Brembo- Bremse###hervorragend mit. Unproblematisch in###der Bedienung und mit der nötigen###Standfestigkeit versehen, lässt man###schon mal ungewollt so manch stärkere###Konkurrenz ziemlich alt aussehen. Die###Monster S4 zeigt Dir unverholen die###wilde Seite Deiner Seele.
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###Das alles so einfach geht ist auch den###serienmäßigen Pirelli Corsa- Reifen zu###verdanken. Das Aufstellmoment entfällt###quasi komplett, was den Umgang mit###der Vorderradbremse zunehmend###unterstütt. Das ist auch gut so, denn die###hintere Scheibenbremse ist praktisch###ohne Wirkung. Auch die Kupplung ist###trotz hydraulischer Betätigung nichts für###zartbesaitete Gemüter. Da muss man###schon kräftig hinlangen, was aber durch###ein gut schaltbares Sechsganggetriebe###belohnt wird. Nur ab und zu leisten sich###die Gangradpaare einen Ausrutscher###und machen durch ein vernehmliches###Klock auf sich aufmerksam. Der###ellenlange erste Gang passt dagegen###unerwartet gut. Sobald die Fuhre rollt,###lässt es sich ohne Kupplungszauber###selbst in der City ´rumgurken. Und###immerwieder dieser satte###Drehmomentberg bei moderaten###Drehzahlen ...
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###Dank der entspannten und###konzentrierten Sitzposition hat man die###205 Kilogramm schwere Fuhre bestens###im Griff. Lediglich der nicht übermäßige###Lenkeinschlag mindert ein wenig die###Handhabung beim Rangieren. Der###Knieschluss zum 16,5 Liter- Spritfass###ist okay und die kleine Fliegenpatsche###kämpft tapfer gegen den anstürmenden###Orkan. Das die S4 kein Express- Tourer###für zwei ist, dürfte angesichts der doch###eingeschränkten###Unterbringungsmöglichkeit für Sozius###und Gepäck einleuchten.