Last Update 29.06.2011 11:59 Uhr

Fahrbahnverschmutzer zahlt Reinigung


Ratgeber Recht

Fahrbahnverschmutzer zahlt Reinigung
Wer die Fahrbahn dreckig macht, muss sie auch wieder sauber machen - zumindest für die Kosten muss er aufkommen. Besonders für Motorradfahrer sind Ölspuren auf dem Asphalt ein lebensgefährliches Risiko.
Betrieb von Traktoren Hydrauliköl aus, das die Fahrbahn öffentlicher Straßen verschmutzte. Die für die öffentliche Sicherheit zuständigen Gemeinden beauftragten daraufhin ein privates Unternehmen mit der Reinigung. Im sogenannten Nass-Reinigungsverfahren wurde das entsprechende Teilstück gesäubert, es entstanden Kosten von je 3000 Euro. Die jeweiligen Gebühren sollten die entsprechenden Fahrzeughalter respektive deren

Kfz-Haftpflicht-Versicherer zahlen. Der BGH bestätigte nun die Rechtmäßigkeit eines solchen Anspruchs. Durch die Ölverschmutzung sei eine Verletzung des Eigentums an der Straße gegeben, die einen Schadensersatzanspruch der jeweiligen Gemeinden grundsätzlich begründen könne, so die Richter in ihrem Urteil. Im Klarttext: Wer die Straße verdreckt, muss sie auch wieder sauber machen.
Benjamin Palm/mid
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