Last Update 04.11.2009 12:13 Uhr

Fahrbericht Benelli TNT 1130 Sport EVO


Radikale Fahrmaschine aus Italien

Fahrbericht Benelli TNT 1130 Sport EVO
auch wenn die Benelli unterhalb von 4 000 U/min zu einer etwas verzögerten Gasannahme und Ruckeln bei konstanten Tempi neigt. Doch dieses Phänomenverschwindet weitestgehend, sobald die Nadel des Drehzahlmessers die 5000 Touren-Marke passiert. Die Evo mag es gern deftig, auch im normalen Modus. Eine etwas schärfere Motorabstimmung kann per Knopfdruck gewählt werden, der Power Knopf im Cockpit macht es möglich. Allerdings schlägt sich die Drehfreude des kernigen Motorsauch in Sachen Verbrauch nieder, der im Durchschnitt bei rund acht Litern Superbenzin liegt. In Kombination mit dem 16 Liter fassenden Tank ermöglicht dies Etappen von knapp 200 Kilometern. An Kosten kommt die jährliche Haftpflicht hinzu, die beispielsweise bei der Direct Line bei 221 Euro liegt. Die eher geringe Reichweite ist ein deutlicher Hinweis auf das eigentliche Einsatzgebiet der bis zu 260 km/h schnellen 1130er. Auf gut ausgebauten Landstraßen mit regelmäßigen

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Fahrbericht Benelli TNT 1130 Sport EVO

Tankstellen fühlt sie sich am wohlsten. Hier kann der ebenso schicke wie stabile Stahlrohrrahmen seine Talente perfekt ausspielen, zumal die fahraktive Sitzposition für ein gutes Handling sorgt. Mit 82 Zentimetern Sitzhöhe macht sie die Maschinenbeherrschung auch kleineren Menschen leicht, der angenehm breite Lenker sorgt für die nötige Kontrolle über die einstellbare 50-mm-Upside Down Gabel von Marzocchi. Die Benelli TNT 1130 Sport Evo ist somit ein Bike für all jene, die den Begriff Streetfighter gern wörtlich nehmen. Schwächen weißt die Italienerin überwiegend im Bereich der Alltagstauglichkeit auf. Beispiele dafür sind der hohe Verbrauch, das fummelige Zündschloss oder der hakelige Blinkerschalter. Doch das wird gern vergessen, wenn der zentral unter der knapp geschnittenen Sitzbank eingebaute Endtopf für ein gepflegtes Klangerlebnis sorgt und der Dreizylinder vorantreibt.
Heiko P. Wacker/mid
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