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Fahrbericht
Last Update 09.01.2009 18:06 Uhr
Fahrbericht Honda CB 1300 Superfour Modell 2003
BIG IS BETTER
Die neue Honda CB 1300 zählt zu den jüngsten Naked Bikes am Markt. Reicht der kraftvolle Motor und die klassische Optik, um zu begeistern? Oliver Baus fühlte dem Superfour auf den Zahn. Manche Dinge bedürfen keiner weiteren Erklärung. Man sieht sie und weiß, wo die Glocken hängen. Der Fall Honda CB 1300 macht da keine Ausnahme. Zwei Räder, ein bulliger Vierzylinder und eine Sitzbank. Punkt. Mehr braucht\'s nicht.
Vielleicht noch ein paar Wiedererkennungswerte für Honda-Fans, wie die verchromten Rückspiegel, die man in dieser Form schon seit etwa 20 Jahren kennt. Die edle, zweiteilige 4-in-1-Auspuffanlage ist eine echte Augenweide geworden. Ein Klassiker, vor allem im Kontrast zum sehr modernen Design der aktuellen CB 900 F Hornet. Das war schon längst fällig, ging doch die CB 1000 Big zu Unrecht auf dem Markt völlig unter. Nichts gegen die Hornet, aber eine CB ist da schon ein anderes Bier, sozusagen die Konzentration auf das Wesentliche - ganz im modernen Sinn.
Die neue CB 1300 ist groß, geradezu Respekt einflößend. Aber nicht die Art Respekt, die mit Angst verwandt ist. Eher so wie: Du bist ein ziemlicher Brocken, aber ich glaube, wir werden unseren Spaß zusammen haben. Alles wirkt solide und durchdacht. Honda eben. Doch nun genug der Worte, nehmen wir Platz auf der breiten Bank und machen uns vertraut miteinander. Hier haben wir schon die erste positive Überraschung: Der Lenker ist in Längsrichtung um exakt 20 Millimeter verstellbar. Die Sitzposition ist entspannt und unterstreicht den souveränen Charakter. Größere Leute verdrehen einfach die Lenkeraufnahme und werden erstaunt sein über das Ergebnis solch kleiner Veränderungen.
Der Handbremshebel ist 6-fach einstellbar, der Hebel der hydraulischen Kupplung 5-fach. Sehr schön. Auch sonst ist alles so wie es sich gehört, nämlich genau da, wo man es vermutet. Die Rundinstrumente sind gut ablesbar, wirken in ihrer Aufmachung eher sachlich. Erinnerungen an die CB 1000 Big werden wach. Wer noch tiefer in der Ahnengalerie kramt, erkennt auch den Bol d\'Or-Stil.
Der wassergekühlte Vierventiler lässt sich auf Knopfdruck nicht lange bitten und stimmt sogleich ein dumpfes, gut gedämpftes Grummeln an. Ein paar kurze Gasstöße können nur eine vage Vorstellung davon erzeugen, wozu dieses Aggregat imstande ist. Besonders beim Schließen der Drosselklappen verwöhnt der Four mit rotzigem Sound. Fein, dezent und trotzdem nachhaltig. Selbst wenn es sich geil anhört, würde ich das so an dieser Stelle nicht sagen. Es ist .. sagen wir ... echt stark.
Zurück zum Start: Knöpfchen drücken und nur wenn\'s wirklich schattig ist (war´s bei uns in diesem Sommer natürlich nicht) ist eine manuelle Anhebung der Leerlaufdrehzahl über den linksseitigen Bowdenzug erforderlich. Erster Gang rein, Kupplung kommen lassen und Gas. Sofort wird klar, womit man es zu tun hat. 1,3 Liter (in Worten einskommadrei Liter) Hubraum, schieben mächtig an, ohne dass man sich wesentlich über der Leerlaufdrehzahl aufhalten müsste. Einmal in Bewegung, sind die immerhin 256 Kilo kaum noch zu spüren. Schnell ist der höchste Gang eingelegt und man surft auf der üppigen Drehmomentwelle. So muss Big-Bike-Fahren sein. Immer souverän und

 gelassen. Zurückschalten? Ach wo. Einfach am Gasgriff drehen und schon kommt nachdrücklich Bewegung in die Sache.
Allerdings auch hier mit einem Aha-Erlebnis: Wie von anderen Honda-Einspritzern bekannt, ist die Gasannahme relativ hart. Wenn man sich darauf einmal eingestellt hat, stört es jedoch kaum. Lediglich das feine Konstantfahrtruckeln zwischen 2- und 3.000 /min kann nervig sein. Auf irgendeiner 600er wäre das kein großes Problem, befindet man sich auf denen doch meist in ganz anderen Drehzahlregionen. Auf der dicken CB hingegen hält man sich dort recht häufig auf und surft auf der mächtigen Drehmomentwoge.
Sei\'s drum, lassen wir sie ruhig ein bisschen fliegen. An Leistung mangelt es ihr mit 116 PS ja nun nicht. Also Hahn auf und genießen. Ist der Motor schon im Drehzahlkeller kein Kind von Traurigkeit, so legt er ab 5.500 /min noch einige Briketts nach. Eine wirklich angenehm fleischige Sache. Da kann es schnell passieren, dass man immer wieder in Beschleunigungsorgien verfällt. Es macht einfach riesigen Spaß, sich die Arme lang ziehen zu lassen.
Das Ansprechverhalten ist direkt, die Leistungsentfaltung angenehm homogen. Das macht Lust auf mehr. Wenn das Fahrwerk nur annähernd hält, was der Antrieb verspricht, kann\'s ja nur lustig werden. Schon in den ersten Kurven zeigt sich eindrucksvoll, wie handlich sich der Brocken steuern lässt. Das Fahrwerk mit seinen zahlreichen Einstellmöglichkeiten bestens gerüstet. Die getesteten Michelin Macadam (vorn 120/70-17, hinten 180/55-17) gaben keinen Anlass zur Kritik. Die zwei in der Basis 5-fach einstellbaren Gasdruckfederbeine sprechen sauber an, sind aber in der Standardeinstellung für den Soziusbetrieb zu weich. Dafür oder wenn es etwas flotter voran gehen soll, sollte es schon Stufe 4 sein. Die Zugstufe ist 18-fach verstellbar. Die Empfehlung für forschere Gangart liegt hier zwischen 8 und 12. Dass die Druckstufe nicht justierbar ist, stört nicht weiter, denn die Sache läuft auch so wirklich sehr ordentlich.
Die Showa-Gabel spricht fein an. Die Basis ist mit einem 14er Schlüssel verstellbar, und zwar im Bereich von 7 sichtbaren Ringen. Davon empfehlen sich vier für den Alltag. Für den Urlaub zu zweit oder auch für sportlichere Fahrer sollten es schon zwei Ringe sein. Dadurch wird die ganze Angelegenheit straffer und bietet mehr Reserven. Auch an der Gabel ist die Druckstufe nicht veränderbar, doch dürfte das nur Sportfahrer stören. Die Dämpfer-Druckstufe lässt sich über zweieinhalb Umdrehungen abstimmen. Gemütliche Fahrer sind mit der soften Einstellung gut bedient. Hektiker drehen einfach die Schlitzschraube eine halbe bis eine Umdrehung weiter zu.
Etwas ärgerlich ist indes die Tatsache, dass man nur bei zum Fahrer hin (Standard-Einstellung) positioniertem Rohrlenker wirklich gut an die Justierung der Gabel herankommt. Das Handling hingegen ist erstaunlich, ja geradezu agil gepaart mit einer Herz erfrischenden Zielgenauigkeit. Wird die Gangart zu forsch, macht sie dem Fahrer durch leichtes Untersteuern und
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ein leicht indifferentes Feedback klar, dass sie nicht für die Rennstrecke gemacht wurde. Dabei lassen die Nissin-Stopper derlei Eskapaden ohne weiteres zu. Die CB 1300 liebt weite, geschwungene Bögen, wo sie ihre ganze Kraft richtig zur Geltung bringen kann. Aber auch winklige Passagen meistert sie ohne den Fahrspaß zu schmälern.
Die Honda liegt satt auf der Straße, lediglich über 200 km/h wirkt sie etwas unruhig. Das ist zwar nicht Besorgnis erregend, kann jedoch nicht wegdiskutiert werden. Diese Tendenz nimmt zu, je weiter der vordere Reifen zur Neige geht. Aber sind wir doch mal ehrlich: Wer heizt schon mit einer Nackten dauerhaft über 200 km/h? Dazu braucht\'s trotz der relativ gut schützenden, weil recht hoch angebrachter Armaturen schon eine kräftige Nackenmuskulatur. Und einen gut gefüllten Geldbeutel obendrein, denn unter diesen Umständen wird ein saftiger Expresszuschlag fällig. Über 13 Liter Normalbenzin auf 100 km sind ein Schlag ins Gesicht der Speedfreaks, Naked Bike hin, Hubraum her. Das kann die Freude an dem ansonsten so ausgewogenen Motorrad nachhaltig schmälern. Was nützt ein Katalysator, wenn der Öko-Preis durch ungezügelte Trinksitten gleich wieder verzockt wird? Man muss schon ein äußerst friedliches Naturell haben, um im akzeptablen Rahmen zu bleiben, aber selbst im Bummeltempo sind es noch deutlich über 6 Liter. Im Normalbetrieb pendelt sich der Durst zwischen 7 und 8,5 Liter ein. Allerdings sind jene Kurzaufenthalte beim freundlichen Tankwart durchaus willkommen, allein um die kribbelnden Finger wieder aufzuwecken. Trotz Ausgleichswelle produziert der Reihenvierer ordentlich Vibrationen. Seien wir gnädig mit dem Kraftprotz, der tolle Sound reicht immer wieder als Entschuldigung.
Als durchaus empfehlenswert kann man die Investition in eine kleine Lenkerverkleidung aus dem Original-Zubehörsortiment bezeichnen. Nicht, dass der Winddruck auf der CB über Gebühr oder gar brutal ausfiele, doch erleichtert die zierliche Fliegenpatsche das Reisen als auch Rasen ungemein. Selbst Feierabendschrauber dürften in der Lage sein, das gute Stück innerhalb einer Viertelstunde zu montieren. Und wo wir gerade bei Zubehör sind: Ebenso ist der nachrüstbare Gepäckträger mit klappbarer und gepolsterter Mini-Rückenstütze zu empfehlen. Die Zuladung beträgt 5 kg, 10 Minuten und 4 Schrauben später ist auch er angebracht. Die große Honda spielt zwar in der gleichen Liga wie die Yamaha XJR 1300, hat aber nicht ganz deren bulligen Charakter. Dafür ist die Honda drehwilliger und insgesamt deutlich agiler - kurzum: sportlicher. Zur Kawasaki Z 1000 fehlt ihr der gewisse Schuss Aggressivität und letztendlich auch die Leistung. Alles in allem ist die CB 1300 ein enorm kraftvolles, das durch seine Ausgewogenheit begeistert. Unterschwellig lüstert der Four nach Speed und bereitet jede Menge Freude. Einzig der hohe Verbrauch trübt das sonst so positiuve Bild und will nicht so recht zum heutigen Umweltanspruch passen.

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Fotos: motothek.de
Oliver Baus
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Manche Dinge bedürfen keiner weiteren###Erklärung. Man sieht sie und weiß, wo###die Glocken hängen. Der Fall Honda CB###1300 macht da keine Ausnahme. Zwei###Räder, ein bulliger Vierzylinder und eine###Sitzbank. Punkt. Mehr braucht\'s nicht.
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###Vielleicht noch ein paar###Wiedererkennungswerte für Honda-###Fans, wie die verchromten Rückspiegel,###die man in dieser Form schon seit etwa###20 Jahren kennt. Die edle, zweiteilige 4-###in- 1- Auspuffanlage ist eine echte###Augenweide geworden. Ein Klassiker,###vor allem im Kontrast zum sehr###modernen Design der aktuellen CB 900###F Hornet. Das war schon längst fällig,###ging doch die CB 1000 Big zu Unrecht###auf dem Markt völlig unter. Nichts gegen###die Hornet, aber eine CB ist da schon###ein anderes Bier, sozusagen die###Konzentration auf das Wesentliche -###ganz im modernen Sinn.
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###Die neue CB 1300 ist groß, geradezu###Respekt einflößend. Aber nicht die Art###Respekt, die mit Angst verwandt ist.###Eher so wie: Du bist ein ziemlicher###Brocken, aber ich glaube, wir werden###unseren Spaß zusammen haben. Alles###wirkt solide und durchdacht. Honda###eben. Doch nun genug der Worte,###nehmen wir Platz auf der breiten Bank###und machen uns vertraut miteinander.###Hier haben wir schon die erste positive###Überraschung: Der Lenker ist in###Längsrichtung um exakt 20 Millimeter###verstellbar. Die Sitzposition ist###entspannt und unterstreicht den###souveränen Charakter. Größere Leute###verdrehen einfach die Lenkeraufnahme###und werden erstaunt sein über das###Ergebnis solch kleiner Veränderungen.
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###Der Handbremshebel ist 6- fach###einstellbar, der Hebel der hydraulischen###Kupplung 5- fach. Sehr schön. Auch###sonst ist alles so wie es sich gehört,###nämlich genau da, wo man es vermutet.###Die Rundinstrumente sind gut ablesbar,###wirken in ihrer Aufmachung eher###sachlich. Erinnerungen an die CB 1000###Big werden wach. Wer noch tiefer in der###Ahnengalerie kramt, erkennt auch den###Bol d\'Or- Stil.
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###Der wassergekühlte Vierventiler lässt###sich auf Knopfdruck nicht lange bitten###und stimmt sogleich ein dumpfes, gut###gedämpftes Grummeln an. Ein paar###kurze Gasstöße können nur eine vage###Vorstellung davon erzeugen, wozu###dieses Aggregat imstande ist.###Besonders beim Schließen der###Drosselklappen verwöhnt der Four mit###rotzigem Sound. Fein, dezent und###trotzdem nachhaltig. Selbst wenn es###sich geil anhört, würde ich das so an###dieser Stelle nicht sagen. Es ist .. sagen###wir ... echt stark.
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###Zurück zum Start: Knöpfchen drücken###und nur wenn\'s wirklich schattig ist###(war´s bei uns in diesem Sommer###natürlich nicht) ist eine manuelle###Anhebung der Leerlaufdrehzahl über###den linksseitigen Bowdenzug###erforderlich. Erster Gang rein, Kupplung###kommen lassen und Gas. Sofort wird###klar, womit man es zu tun hat. 1,3 Liter###(in Worten einskommadrei Liter)###Hubraum, schieben mächtig an, ohne###dass man sich wesentlich über der###Leerlaufdrehzahl aufhalten müsste.###Einmal in Bewegung, sind die immerhin###256 Kilo kaum noch zu spüren. Schnell###ist der höchste Gang eingelegt und man###surft auf der üppigen###Drehmomentwelle. So muss Big- Bike-###Fahren sein. Immer souverän und###gelassen. Zurückschalten? Ach wo.###Einfach am Gasgriff drehen und schon###kommt nachdrücklich Bewegung in die###Sache.
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###Allerdings auch hier mit einem Aha-###Erlebnis: Wie von anderen Honda-###Einspritzern bekannt, ist die###Gasannahme relativ hart. Wenn man###sich darauf einmal eingestellt hat, stört###es jedoch kaum. Lediglich das feine###Konstantfahrtruckeln zwischen 2- und###3.000 /min kann nervig sein. Auf###irgendeiner 600er wäre das kein###großes Problem, befindet man sich auf###denen doch meist in ganz anderen###Drehzahlregionen. Auf der dicken CB###hingegen hält man sich dort recht häufig###auf und surft auf der mächtigen###Drehmomentwoge.
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###Sei\'s drum, lassen wir sie ruhig ein###bisschen fliegen. An Leistung mangelt###es ihr mit 116 PS ja nun nicht. Also###Hahn auf und genießen. Ist der Motor###schon im Drehzahlkeller kein Kind von###Traurigkeit, so legt er ab 5.500 /min###noch einige Briketts nach. Eine wirklich###angenehm fleischige Sache. Da kann###es schnell passieren, dass man immer###wieder in Beschleunigungsorgien###verfällt. Es macht einfach riesigen Spaß,###sich die Arme lang ziehen zu lassen.
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###Das Ansprechverhalten ist direkt, die###Leistungsentfaltung angenehm###homogen. Das macht Lust auf mehr.###Wenn das Fahrwerk nur annähernd hält,###was der Antrieb verspricht, kann\'s ja nur###lustig werden. Schon in den ersten###Kurven zeigt sich eindrucksvoll, wie###handlich sich der Brocken steuern lässt.###Das Fahrwerk mit seinen zahlreichen###Einstellmöglichkeiten bestens gerüstet.###Die getesteten Michelin Macadam (vorn###120/70- 17, hinten 180/55- 17) gaben###keinen Anlass zur Kritik. Die zwei in der###Basis 5- fach einstellbaren###Gasdruckfederbeine sprechen sauber###an, sind aber in der Standardeinstellung###für den Soziusbetrieb zu weich. Dafür###oder wenn es etwas flotter voran gehen###soll, sollte es schon Stufe 4 sein. Die###Zugstufe ist 18- fach verstellbar. Die###Empfehlung für forschere Gangart liegt###hier zwischen 8 und 12. Dass die###Druckstufe nicht justierbar ist, stört nicht###weiter, denn die Sache läuft auch so###wirklich sehr ordentlich.
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###Die Showa- Gabel spricht fein an. Die###Basis ist mit einem 14er Schlüssel###verstellbar, und zwar im Bereich von 7###sichtbaren Ringen. Davon empfehlen###sich vier für den Alltag. Für den Urlaub###zu zweit oder auch für sportlichere###Fahrer sollten es schon zwei Ringe###sein. Dadurch wird die ganze###Angelegenheit straffer und bietet mehr###Reserven. Auch an der Gabel ist die###Druckstufe nicht veränderbar, doch###dürfte das nur Sportfahrer stören. Die###Dämpfer- Druckstufe lässt sich über###zweieinhalb Umdrehungen abstimmen.###Gemütliche Fahrer sind mit der soften###Einstellung gut bedient. Hektiker drehen###einfach die Schlitzschraube eine halbe###bis eine Umdrehung weiter zu.
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###Etwas ärgerlich ist indes die Tatsache,###dass man nur bei zum Fahrer hin###(Standard- Einstellung) positioniertem###Rohrlenker wirklich gut an die###Justierung der Gabel herankommt. Das###Handling hingegen ist erstaunlich, ja###geradezu agil gepaart mit einer Herz###erfrischenden Zielgenauigkeit. Wird die###Gangart zu forsch, macht sie dem###Fahrer durch leichtes Untersteuern und###ein leicht indifferentes Feedback klar,###dass sie nicht für die Rennstrecke###gemacht wurde. Dabei lassen die###Nissin- Stopper derlei Eskapaden ohne###weiteres zu. Die CB 1300 liebt weite,###geschwungene Bögen, wo sie ihre###ganze Kraft richtig zur Geltung bringen###kann. Aber auch winklige Passagen###meistert sie ohne den Fahrspaß zu###schmälern.
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###Die Honda liegt satt auf der Straße,###lediglich über 200 km/h wirkt sie etwas###unruhig. Das ist zwar nicht Besorgnis###erregend, kann jedoch nicht###wegdiskutiert werden. Diese Tendenz###nimmt zu, je weiter der vordere Reifen###zur Neige geht. Aber sind wir doch mal###ehrlich: Wer heizt schon mit einer###Nackten dauerhaft über 200 km/h? Dazu###braucht\'s trotz der relativ gut###schützenden, weil recht hoch###angebrachter Armaturen schon eine###kräftige Nackenmuskulatur. Und einen###gut gefüllten Geldbeutel obendrein,###denn unter diesen Umständen wird ein###saftiger Expresszuschlag fällig. Über 13###Liter Normalbenzin auf 100 km sind ein###Schlag ins Gesicht der Speedfreaks,###Naked Bike hin, Hubraum her. Das###kann die Freude an dem ansonsten so###ausgewogenen Motorrad nachhaltig###schmälern. Was nützt ein Katalysator,###wenn der Öko- Preis durch ungezügelte###Trinksitten gleich wieder verzockt wird?###Man muss schon ein äußerst###friedliches Naturell haben, um im###akzeptablen Rahmen zu bleiben, aber###selbst im Bummeltempo sind es noch###deutlich über 6 Liter. Im Normalbetrieb###pendelt sich der Durst zwischen 7 und###8,5 Liter ein. Allerdings sind jene###Kurzaufenthalte beim freundlichen###Tankwart durchaus willkommen, allein###um die kribbelnden Finger wieder###aufzuwecken. Trotz Ausgleichswelle###produziert der Reihenvierer ordentlich###Vibrationen. Seien wir gnädig mit dem###Kraftprotz, der tolle Sound reicht immer###wieder als Entschuldigung.
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###Als durchaus empfehlenswert kann###man die Investition in eine kleine###Lenkerverkleidung aus dem Original-###Zubehörsortiment bezeichnen. Nicht,###dass der Winddruck auf der CB über###Gebühr oder gar brutal ausfiele, doch###erleichtert die zierliche Fliegenpatsche###das Reisen als auch Rasen ungemein.###Selbst Feierabendschrauber dürften in###der Lage sein, das gute Stück innerhalb###einer Viertelstunde zu montieren. Und###wo wir gerade bei Zubehör sind:###Ebenso ist der nachrüstbare###Gepäckträger mit klappbarer und###gepolsterter Mini- Rückenstütze zu###empfehlen. Die Zuladung beträgt 5 kg,###10 Minuten und 4 Schrauben später ist###auch er angebracht. Die große Honda###spielt zwar in der gleichen Liga wie die###Yamaha XJR 1300, hat aber nicht ganz###deren bulligen Charakter. Dafür ist die###Honda drehwilliger und insgesamt###deutlich agiler - kurzum: sportlicher. Zur###Kawasaki Z 1000 fehlt ihr der gewisse###Schuss Aggressivität und letztendlich###auch die Leistung. Alles in allem ist die###CB 1300 ein enorm kraftvolles, das###durch seine Ausgewogenheit###begeistert. Unterschwellig lüstert der###Four nach Speed und bereitet jede###Menge Freude. Einzig der hohe###Verbrauch trübt das sonst so positiuve###Bild und will nicht so recht zum heutigen###Umweltanspruch passen.