Last Update 09.01.2009 18:06 Uhr

Fahrbericht Kawasaki ER-6n


Modell 2009 rundum verbessert

Kawasaki ER-6n
Kawasaki ER-6n
mid Düsseldorf - Das Erfolgskonzept des Allround-Motorrades ER-6n will Kawasaki auch mit der Neuauflage für das Modelljahr 2009 fortsetzen. Dafür haben die Japaner es nicht bei einigen kleinen Retuschen belassen, sondern das Bike neu gestylt.
Details wie die LED-Rückleuten, der zusätzlich innen angebrachte Schmutzfänger oder das neu gestylte Cockpit passen sich dem sportiven Design an. Neu ist auch eine Tankanzeige, die bei der letzten ER-6n noch fehlte. Der Hang zu immer kompakteren Info-Einheiten führt allerdings dazu, dass die digitale Balkenanzeige für die Drehzahlen ungenau ablesbar ist. Das neue Design der Spiegel ähnelt dem der sportlichen Naked Bike-Modelle der Z-Reihe. Von der Mittelachse um 20 Millimeter weiter nach außen verlegt, sollen sie außerdem eine verbesserte Sicht nach hinten bieten. Das gelingt nur teilweise, denn der Lenker ist mit einer Breite von 76 Zentimeter immer noch sehr schmal und so sieht der Fahrer gerade im linken Spiegel außer dem eigenen Arm recht wenig. Viel Aufmerksamkeit haben die Designer der Sitzposition gewidmet, dank der geringen Sitzhöhe von 78,5 Zentimeter und der schlanken Form des Rahmens fällt es selbst kleinen Menschen leicht, mit den Füßen den Boden zu erreichen. Neben den zahlreichen optischen Überarbeitungen fallen die Eingriffe in das Motormanagement kaum auf, handelt es sich doch um den gleichen Motor wie im Vorgängermodell - mit einer Leistung von 53 kW/72 PS bei 8 500 U/min, einem maximalen Drehmoment von 66 Nm bei 7 000 U/min und einer Höchstgeschwindigkeit von 162 km/h. Allerdings hat man ihn nochmals einem Fein-Tuning unterzogen. Um ein besseres Ansprechverhalten gerade im unteren Drehzahlbereich zu erzielen, wurde die Einstellung der

Kawasaki ER-6n
Kawasaki ER-6n
mid Düsseldorf - Das neue Design der Spiegel ähnelt dem der sportlichen Naked Bikes der Z-Reihe. Die ER-6n kommt in Deutschland serienmäßig mit ABS auf den Markt.

Kraftstoffeinspritzung überarbeitet. Das ist spürbar gelungen, die ER-6n entfaltet ihre Pferdestärken spontaner und gleichmäßig sanft. Besonders auffällig ist das beim Herausbeschleunigen aus engen Kurven. Lediglich das konstante Ruckeln im Schiebebetrieb konnte man der Kawa nicht austreiben. Verschwunden sind dagegen die beim letzten Modell kritisierten Vibrationen. Zudem wird die kleine Kawa in Deutschland serienmäßig mit ABS angeboten. Damit auch das Fahrwerk mit den höheren Bremsleistungen mithalten kann, erhielt die Telegabel härtere Federn. Der Unterschied zu einer ER-6n ohne ABS ist auffallend, hier wirkt die Telegabel beim kräftigen Betätigen der Bremse nicht ganz so souverän. In der Kombination aus effektiver Einspritzanlage und einem neuen, im Gewicht reduzierten G-Kat werden die Vorgaben der Euro-3-Abgasnorm erfüllt. Der Katalysator sorgt zudem dafür, dass der ungewöhnlich unter dem Motor angebrachte Schalldämpfer auch noch einmal überarbeitet wurde und sich so dem Gesamtbild positiv anpasst - auch wenn man deshalb auf einen Hauptständer verzichten muss. Ab Ende Dezember soll die neue Kawasaki ER-6n beim Händler stehen, preislich wird sie sich an der Vorgängerin orientieren, also circa 6.600 Euro kosten. Für ein so ausgewogenes und in vielen Details noch einmal verbessertes Motorrad ein verlockendes Angebot, das die Erfolgsgeschichte des Kawasaki-Einstiegs-Motorrades auch als sportiveren Allrounder fortschreiben dürfte.


Kawasaki ER-6n
Kawasaki ER-6n
Entgegen anders lautenden Meldungen schafft die Neuauflage des Allround-Motorrad ER-6n von Kawasaki eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h.
Norbert Meiszies/mid
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