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Porsche
Last Update 09.01.2009 18:06 Uhr
Fahrbericht Porsche 911 Targa und Cayenne GTS
Der Schöne und das Biest
 mid/Düsseldorf - Der eine hat Porsche zur Legende gemacht, der andere hat den kleinen Stuttgarter Sportwagenhersteller zum Weltkonzern werden lassen: Der 911 und der Cayenne sind zwei Autos, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Der eine hat Porsche zur Legende gemacht, der andere hat den kleinen Stuttgarter Sportwagenhersteller zum Weltkonzern werden lassen: Der Sportwagen 911 und der Geländewagen Cayenne sind zwei Autos, die unterschiedlicher nicht sein könnten. mid Düsseldorf - Der eine hat Porsche zur Legende gemacht, der andere hat den kleinen Stuttgarter Autobauer zum Weltkonzern werden lassen: Der Sportwagen 911 und der Geländewagen Cayenne sind zwei Autos, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während ersterer mit seiner über Jahrzehnte verfeinerten Technik und seiner ikonenhaften Schönheit überall zum Maßstab für flotte Fortbewegung geworden ist, ist der andere zwar ein bewundernswertes Stück Ingenieurskunst, aber auch Sinnbild des oft kritisierten automobilen Spritschluckers. Beide Modelle bereiten Fahrspaß, das vernünftigere Auto ist aber der kleine 911 - trotz eingeschränkten Platzangebots und nur zwei vollwertiger Sitze.
Sowohl der Porsche 911 Targa 4 als auch der Cayenne GTS haben das Zündschloss links vom Lenkrad, beide tragen den Wappenmix aus Stuttgart und Baden-Württemberg auf der Motorhaube und beide sind schnell, sehr schnell. Das war es aber schon mit den Gemeinsamkeiten. Denn der Cayenne ist in Wirklichkeit ein schnöder Volkswagen, gekleidet in ein Porsche-Blechkleid, ausgestattet mit einem Porsche-V8-Ottomotor und angeboten zu einem ordentlichen Aufpreis gegenüber seinem Wolfsburger Bruder, dem in weiten Teilen baugleichen VW Touareg. Sein Zwitterwesen kann der Cayenne nie ganz verleugnen. Vor allem äußerlich, wo er bei der Frontgestaltung die Linienführung der Porsche-Sportwagen zitiert, um von der A-Säule bis zum Heck doch nur einen typisch unförmigen Geländeanzug zu tragen. Wie anders tritt dagegen der 911 auf - der Sportwagen wurde in eine Form gegossen, die
jedes Kind im Schlaf erkennt. Lange Motorhaube, runde Scheinwerfer,
 mid/Düsseldorf - Der eine hat Porsche zur Legende gemacht, der andere hat den kleinen Stuttgarter Sportwagenhersteller zum Weltkonzern werden lassen: Der 911 und der Cayenne sind zwei Autos, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
 mid/Düsseldorf - Der eine hat Porsche zur Legende gemacht, der andere hat den kleinen Stuttgarter Sportwagenhersteller zum Weltkonzern werden lassen: Der 911 und der Cayenne sind zwei Autos, die unterschiedlicher nicht sein könnten. eleganter Schwung am Dach und Stromlinien-Heck. Das Urbild des Sportwagens. Während der bullige GTS bei vielen Passanten besorgte bis verständnislose Blicke hervorruft, lässt der elegante 911 selbst die Augen überzeugter Radfahrer glänzen.
Der Cayenne GTS ist beileibe kein schlechtes Auto. Im Gegenteil: Wer am Zündschlüssel dreht, wird mit einem Gänsehaut erzeugenden Achtzylindergrollen belohnt. Trotz seiner mehr als 2,2 Tonnen Leergewicht setzt sich der 298 kW/405 PS starke Allrader behände wie ein Raubtier in Bewegung. Untermalt von dem blubbernden Konzert aus 4,8 Litern Hubraum geht es mit viel Durchzug weiter; 100 km/h sind nach 6,1 Sekunden erreicht, Schluss ist erst bei Tempo 253. Und nicht nur geradeaus geht es flott voran, in Kurven kann sich manches Mittelklassecoupé ein Scheibchen Agilität von dem rund 1,68 Meter hohen Schwerathleten abschneiden - da wankt und wackelt nichts, die Wünsche des Steuermanns sind dem Offroad-Riesen Befehl. Und für den unwahrscheinlichen Fall, dass mal keine asphaltierte Straße zur Verfügung steht, reicht ein Knopfdruck, und der GTS pumpt sich hoch zum richtigen Geländewagen mit ordentlich Bodenfreiheit und zahlreichen Offroad-Fahrhilfen. Wohlgemerkt, keine Pseudo-Geländetechnik wie bei vielen SUV, sondern richtige Matsch- und Schlammloch-Kompetenz. Das ringt einem durchaus Bewunderung ab. Der Cayenne kann viel, doch wie es mit Multitalenten so ist: Weder als Geländewagen (zu viel Boulevard-Chic) noch als Sportwagen (zu schwer) gehört er zu den besten seiner Klasse.
Das wiederum ist beim 911er anders. Der Sportwagen ist über die Jahre nahezu perfekt geworden.
Teststeno Porsche 911 Targa 4 und Cayenne GTS:
911 Targa: 2+2-sitziger Sportwagen mit Allradantrieb und Glasschiebedach, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4,44 Meter/1,85 Meter/1,31 Meter/2,35 Meter; 3,6-Liter-Sechszylinder, 254 kW/345 PS, max. Drehmoment: 390 Nm bei 4 400 U/min, 0-100 km/h: 5,0 s, Höchstgeschwindigkeit: 284 km/h, Testverbrauch: 11 Liter Super Plus, Preis ab 97 900 Euro.
Cayenne GTS: Tiefergelegter Geländewagen mit fünf Türen und vier Einzelsitzen, Länge/Höhe/Breite/Radstand: 4,80 Meter/1,96 Meter/1,68 Meter/2,86 Meter, Kofferraumvolumen: 540 bis 1 749 Liter, max. Anhängelast: 3,08 t; 4,8-Liter-Benzinmotor, acht Zylinder, 298 kW/405 PS Leistung, max. Drehmoment: 500 Nm bei 3 500 U/min; 0-100 in 6,1 s, Testverbrauch auf 100 km: 18 Liter Super Plus, Preis ab 76 725 Euro. mid/hh
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 mid/Düsseldorf - Der eine hat Porsche zur Legende gemacht, der andere hat den kleinen Stuttgarter Sportwagenhersteller zum Weltkonzern werden lassen: Der 911 und der Cayenne sind zwei Autos, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Angefangen bei Verarbeitung und Ergonomie, über den unglaublich elastischen und durchzugsstarken Boxermotor mit 254 kW/345 PS, bis hin zum Fahrwerk, das bombensichere Bodenhaftung vermittelt und einem dennoch auf Kopfsteinpflaster nicht rücksichtslos das Rückgrat kaputt schießt. Die Lenkung reagiert in Gedankenschnelle, die Bremsen haben einen wunderbaren Druckpunkt und packen sanft oder bei Bedarf rabiat zu. Die Targa-Version verfügt zudem serienmäßig über Allradantrieb und ein großes Glasschiebedach, das das Coupé im Sommer in ein Halb-Cabrio verwandelt. So sind die Fahrt zum Brötchen holen und der Ausritt auf der Rennstrecke gleichermaßen reinstes Vergnügen. Aber für den Großeinkauf oder für den Transport von mehr als einem Beifahrer ist der 911 einfach nicht gemacht.
Beide Porsche-Modelle sind vollkommen unvernünftige Autos, bereiten aber auch das entsprechende Fahrvergnügen. Vor allem der 911 erinnert daran, dass Rationalität beim Autokauf nicht alles ist. Er ist konsequent auf Fahrfreude ausgelegt und bietet dabei noch ordentlichen Alltagsnutzen. Shoppen und Umziehen fällt mit dem großen Cayenne GTS sicherlich leichter, doch am Ende stehen die praktischen Tugenden deutlich im Schatten des außerordentlichen Spritverbrauchs (im Test mindestens 18 Liter) und der hohen Unterhaltskosten. So gesehen ist er ein Nischenangebot für Fans großer Autos mit großen Motoren. Ob er die nächsten zehn Jahre Klimawandeldiskussion überlebt, bleibt abzuwarten. Den Porsche 911 wird es aber wohl weiter geben - so lange wie überhaupt Sportwagen gebaut werden.
 mid/Düsseldorf - Der eine hat Porsche zur Legende gemacht, der andere hat den kleinen Stuttgarter Sportwagenhersteller zum Weltkonzern werden lassen: Der 911 und der Cayenne sind zwei Autos, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
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Fotos: Porsche/mid
Holger Holzer/mid
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mid Düsseldorf - Der eine hat Porsche###zur Legende gemacht, der andere hat###den kleinen Stuttgarter Autobauer zum###Weltkonzern werden lassen: Der###Sportwagen 911 und der###Geländewagen Cayenne sind zwei###Autos, die unterschiedlicher nicht sein###könnten. Während ersterer mit seiner###über Jahrzehnte verfeinerten Technik###und seiner ikonenhaften Schönheit###überall zum Maßstab für flotte###Fortbewegung geworden ist, ist der###andere zwar ein bewundernswertes###Stück Ingenieurskunst, aber auch###Sinnbild des oft kritisierten automobilen###Spritschluckers. Beide Modelle bereiten###Fahrspaß, das vernünftigere Auto ist###aber der kleine 911 - trotz###eingeschränkten Platzangebots und nur###zwei vollwertiger Sitze.
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###Sowohl der Porsche 911 Targa 4 als###auch der Cayenne GTS haben das###Zündschloss links vom Lenkrad, beide###tragen den Wappenmix aus Stuttgart###und Baden- Württemberg auf der###Motorhaube und beide sind schnell,###sehr schnell. Das war es aber schon###mit den Gemeinsamkeiten. Denn der###Cayenne ist in Wirklichkeit ein schnöder###Volkswagen, gekleidet in ein Porsche-###Blechkleid, ausgestattet mit einem###Porsche- V8- Ottomotor und angeboten###zu einem ordentlichen Aufpreis###gegenüber seinem Wolfsburger Bruder,###dem in weiten Teilen baugleichen VW###Touareg. Sein Zwitterwesen kann der###Cayenne nie ganz verleugnen. Vor allem###äußerlich, wo er bei der Frontgestaltung###die Linienführung der Porsche-###Sportwagen zitiert, um von der A- Säule###bis zum Heck doch nur einen typisch###unförmigen Geländeanzug zu tragen.###Wie anders tritt dagegen der 911 auf -###der Sportwagen wurde in eine Form###gegossen, die
###jedes Kind im Schlaf erkennt. Lange###Motorhaube, runde Scheinwerfer,###eleganter Schwung am Dach und###Stromlinien- Heck. Das Urbild des###Sportwagens. Während der bullige GTS###bei vielen Passanten besorgte bis###verständnislose Blicke hervorruft, lässt###der elegante 911 selbst die Augen###überzeugter Radfahrer glänzen.
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###Der Cayenne GTS ist beileibe kein###schlechtes Auto. Im Gegenteil: Wer am###Zündschlüssel dreht, wird mit einem###Gänsehaut erzeugenden###Achtzylindergrollen belohnt. Trotz seiner###mehr als 2,2 Tonnen Leergewicht setzt###sich der 298 kW/405 PS starke Allrader###behände wie ein Raubtier in Bewegung.###Untermalt von dem blubbernden###Konzert aus 4,8 Litern Hubraum geht es###mit viel Durchzug weiter; 100 km/h sind###nach 6,1 Sekunden erreicht, Schluss ist###erst bei Tempo 253. Und nicht nur###geradeaus geht es flott voran, in Kurven###kann sich manches Mittelklassecoupé###ein Scheibchen Agilität von dem rund###1,68 Meter hohen Schwerathleten###abschneiden - da wankt und wackelt###nichts, die Wünsche des Steuermanns###sind dem Offroad- Riesen Befehl. Und###für den unwahrscheinlichen Fall, dass###mal keine asphaltierte Straße zur###Verfügung steht, reicht ein Knopfdruck,###und der GTS pumpt sich hoch zum###richtigen Geländewagen mit ordentlich###Bodenfreiheit und zahlreichen Offroad-###Fahrhilfen. Wohlgemerkt, keine Pseudo-###Geländetechnik wie bei vielen SUV,###sondern richtige Matsch- und###Schlammloch- Kompetenz. Das ringt###einem durchaus Bewunderung ab. Der###Cayenne kann viel, doch wie es mit###Multitalenten so ist: Weder als###Geländewagen (zu viel Boulevard- Chic)###noch als Sportwagen (zu schwer) gehört###er zu den besten seiner Klasse.
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###Das wiederum ist beim 911er anders.###Der Sportwagen ist über die Jahre###nahezu perfekt geworden. Angefangen###bei Verarbeitung und Ergonomie, über###den unglaublich elastischen und###durchzugsstarken Boxermotor mit 254###kW/345 PS, bis hin zum Fahrwerk, das###bombensichere Bodenhaftung vermittelt###und einem dennoch auf###Kopfsteinpflaster nicht rücksichtslos###das Rückgrat kaputt schießt. Die###Lenkung reagiert in Gedankenschnelle,###die Bremsen haben einen wunderbaren###Druckpunkt und packen sanft oder bei###Bedarf rabiat zu. Die Targa- Version###verfügt zudem serienmäßig über###Allradantrieb und ein großes###Glasschiebedach, das das Coupé im###Sommer in ein Halb- Cabrio verwandelt.###So sind die Fahrt zum Brötchen holen###und der Ausritt auf der Rennstrecke###gleichermaßen reinstes Vergnügen.###Aber für den Großeinkauf oder für den###Transport von mehr als einem Beifahrer###ist der 911 einfach nicht gemacht.
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###Beide Porsche- Modelle sind###vollkommen unvernünftige Autos,###bereiten aber auch das entsprechende###Fahrvergnügen. Vor allem der 911###erinnert daran, dass Rationalität beim###Autokauf nicht alles ist. Er ist###konsequent auf Fahrfreude ausgelegt###und bietet dabei noch ordentlichen###Alltagsnutzen. Shoppen und Umziehen###fällt mit dem großen Cayenne GTS###sicherlich leichter, doch am Ende###stehen die praktischen Tugenden###deutlich im Schatten des###außerordentlichen Spritverbrauchs (im###Test mindestens 18 Liter) und der###hohen Unterhaltskosten. So gesehen###ist er ein Nischenangebot für Fans###großer Autos mit großen Motoren. Ob er###die nächsten zehn Jahre###Klimawandeldiskussion überlebt, bleibt###abzuwarten. Den Porsche 911 wird es###aber wohl weiter geben - so lange wie###überhaupt Sportwagen gebaut werden.