Last Update 12.04.2010 19:01 Uhr

Fahrverbot bei Frühstart


an Fußgängerampel

weiteren Grund zu warten und fuhr los. Das Gericht wertete das als Überfahren einer roten Ampel und sah als verschärfend an, dass das Rotlicht bereits mehr als eine Sekunde andauerte. Die Gefährlichkeit des Verstoßes war zwar dadurch gemindert, dass die Frau zunächst angehalten hatte, um die Fußgänger passieren zu lassen. Trotzdem reichte dies nach Ansicht der Richter nicht aus, auf das

Fahrverbot zu verzichten. Es sei immer damit zu rechnen, dass ein Fußgänger aus dem Nichts auftaucht, um über die Straße zu rennen. Von einem Fahrverbot bei einem derartigen Rotlichtverstoß kann nur abgesehen werden, wenn die Ampel etwa nachts zu verkehrsarmer Zeit überfahren wird und weit und breit kein Fußgänger in Betracht kommt.
Michael Winterscheidt/mid
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