Last Update 15.12.2011 17:24 Uhr

Honda NC 700 X


Neu und Clever -

Honda NC 700 X
Die Honda NC 700 X gibt es als Einsteigerbike im Endurostil ab Ende Dezember beim Honda-Händler zu erfahren.
ungewöhnlichen Mitteln gegriffen: Um die Zahl der Bauteile im Motor zu verringern, werden Öl- wie Wasserpumpe direkt angetrieben. Statt der bei Mehrzylindermotoren üblichen Bauweise von einer Einspritzdüse samt Drosselklappe je Zylinder genügt dem NC-Motor eine Drosselklappe, hinter der sich der Einlasskanal gabelt, für beide Zylinder. Auspuffseitig entfällt ein Krümmer, vom Auslass führt direkt ein dickes Rohr zum Katalysator und weiter zum Schalldämpfer. Zulieferteile wie die Getriebezahnräder kommen nun auch aus dem preiswerten China. Als weitere Besonderheit kann die neue Kraftquelle wahlweise mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe oder gegen Aufpreis von 1000 Euro mit dem Honda-Doppel-Kupplungsgetriebe (DCT) der zweiten Generation kombiniert werden, das allerdings erst im März 2012 zu haben ist. Über den Motor zieht sich ein Stahlrohr-Brückenrahmen, der das Triebwerk mittragend aufnimmt und einen Sitz in moderaten 830 Millimeter Höhe bietet. Darauf sitzt es sich sehr bequem und aufrecht, der Lenker liegt locker zur Hand und alle Armaturen sind Honda-typisch griffgünstig gelegen. Nach dem Druck aufs Knöpfchen klingt und pulsiert der NC-Twin nicht weichgespült, sondern lebendig wie ein Vau-Motor, das macht der Kurbelwellenversatz von 270 Grad. Ungemein gleichmäßig entwickelt das Triebwerk seine Kraft und erlaubt so frühes Hochschalten und eine drehzahlreduzierte Fahrweise. Das erleichtert genussvolles Kurvenswingen und das entspannte Meistern des alltäglichen Verkehrsgewühls, da man seine Aufmerksamkeit nicht mehr dem Motor widmen muss. Alte Hasen ertappen sich jedoch dabei, dass sie auf der Suche nach dem maximalen Vortrieb öfters im schon bei rund 6500 Touren einsetzenden Begrenzer landen und so die Vorteile dieses gleichförmigen Charakters gar nicht ausnutzen. Die Grundkonstruktion des Motors ist zudem auf eine besonders effektive

Kraftstoffausnutzung ausgelegt, was zusammen mit der Motorcharakteristik für einen sehr geringen Kraftstoffkonsum sorgt. Das scheint der Durchschnitts-Konsum von unter fünf Litern bei unseren flotten Testfahrten zu belegen. So unproblematisch der Motor, so lässig das Fahrverhalten. Spielerisch folgt die vollgetankt mit 218 Kilo durchaus leichtgewichtige NC den Befehlen des Piloten und erfreut mit kinderleichter Handlichkeit. Fast wie ein Fahrrad biegt sie um Ecken und lässt sich ohne Überredungskunst zum beschwingten Kurventanz überreden. Die tiefe Einbaulage des Triebwerks fördert die Agilität, beschert der NC aber eine leichte Tendenz zum Untersteuern in Kurven. Dagegen hilft etwas mehr Schräglage. Insgesamt zeigt sich die 700er ausreichend stabil, auf unebenem Geläuf und über Kopfsteinpflaster machen die sanft dämpfenden Federelemente mit recht langen Federwegen eine komfortable Fahrt möglich. Erst bei beherztem Angasen versierter Biker gerät das Ensemble an seine Grenzen. Erfahrene und Neulinge freuen sich unisono über die serienmäßige bewährte Integralbremse mit ABS, die jederzeit effektives und sicheres Stoppen ermöglichen. Den Komfort machen ein überraschend guter Windschutz hinter der kleinen verstellbaren Scheibe und ein riesiges 21-Liter-Staufach unter der Tankattrappe komplett, das einen Helm oder Rucksack aufnehmen kann. Natürlich becirct die NC 700 X nicht mit edlen Komponenten, aber ihre Verarbeitung macht einen guten Eindruck und dazu darf sie als Paradebeispiel dafür gelten, wie man mit simplen, aber funktionierenden Bauteilen und einer darauf abgestimmten Entwicklung ein unglaublich kosten-günstiges Alltagsmotorrad auf die Räder stellen kann. Und - das ist das Wichtigste - bei dem trotz des Preises von bloß 5990 Euro der Fahrspaß nicht auf der Strecke bleibt.


Honda NC 700 X
Die NC 700 X becirct nicht mit edlen Komponenten, aber ihre Verarbeitung macht einen guten Eindruck.
Thilo Kozik/mid
Diese Seite bei Mister Wong bookmarken. Diese Seite bei Google bookmarken. Diese Seite bei Yahoo.com bookmarken. Diese Seite bei WebNews bookmarken. Diese Seite bei YiGG bookmarken. Diese Seite bei LinkARENA bookmarken.

Fahrbericht
KTM 990 SM-T

Mattighofen/Österreich - Hierzulande tummeln sich im Segment der Groß- Enduros neben dem GS- Platzhirsch

Fahrbericht
BMW G 650 GS

Gerlingen - Die BMW- Modell- Bezeichnungen sind nicht schwer zu entschlüsseln: Mit R beginnen die

Fahrbericht
KTM 690 Duke

Gran Canaria/Spanien - Fahrer von Einzylinder- Motorrädern galten schon immer als besonders eigen. Mittendrin