Last Update 28.06.2010 11:55 Uhr

Honda PCX 125


Optimierter Bestseller

Honda PCX 125
Den ersten Roller mit automatischer Leerlauf-Abschaltung bietet Honda jetzt mit dem PCX an
Bursche faustdick im Zylinder hat, merkt man schon beim Anlassen: Beim Druck aufs Knöpfchen spurt kein herkömmlicher Anlasser geräuschvoll ein und versetzt die Kurbelwelle in Rotation, der PCX schnurrt vielmehr geschmeidig an und ist sofort leistungsbereit. Hier fungiert die Lichtmaschine gleichzeitig als E Starter, der doppelt gewickelte bürstenlose Rotor treibt die Kurbelwelle an. Die elektronische Kraftstoffeinspritzung berücksichtigt die jeweiligen Parameter und sorgt unter allen Bedingungen für die perfekte Gemischzusammensetzung. Nach kurzer Warmlaufphase legt der elf PS starke Einzylinder vom Fleck weg mächtig los. Als ausgesprochener City Scooter zieht er bis 50, 60 km/h flott an, um es danach etwas ruhiger angehen zu lassen. Gasbefehle aus dem Schiebebetrieb setzt er äußerst sanft in Vortrieb um, wie überhaupt die Laufruhe begeistern kann. Und an der roten Ampel zeigt der warmgefahrene PCX sein herausragendes Merkmal: Nach drei Sekunden im Stand stellt eine innovative Leerlaufabschaltung das Triebwerk automatisch ab, was im Cockpit durch eine gelbe Stand By Leuchte signalisiert wird. Schaltet die Ampel wieder auf Grün, genügt der Dreh am Gasgriff. Schon sprintet der PCX vehement voran und hinterlässt verwirrte Lieferwagen Fahrer. Für den Stop and go Verkehr in der City verspricht Honda sogar eine Spritersparnis von fünf Prozent. Wer möchte, kann das Dreh&Weg System per Knopfdruck deaktivieren. Up to date gibt sich auch das Fahrwerk, allem

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voran das Integralbremssystem. Während vorn alles konventionell verzögert, wird beim Betätigen der Trommelbremse hinten automatisch vorne mitgebremst. Das sorgt für kurze Bremswege und verbessert die Stabilität. Dies scheint allerdings auch angeraten, denn die Auslegung der Gabel und vor allem der beiden Federbeine ist reichlich soft geraten. Schon auf leicht welligem Geläuf gerät der PCX in fröhliches Wippen und Wanken, die Federwege sind allzu schnell aufgebraucht und die Federelemente gehen auf Block. Hier würden eine stärkere Dämpfung und etwas steifere Federn vermutlich (Stabilitäts) Wunder bewirken. Davon abgesehen ist der Neuling sehr gut auf den Betrieb im urbanen Geläuf vorbereitet: Ein unglaublich kleiner Wendekreis und hinreichend präzise 14 Zoll Räder fördern zusammen mit einer kompakten, aber beileibe nicht unbequemen Fahrerhaltung die Wendigkeit. Sitzbank und Tankschloss lassen sich in einer bestimmten Stellung des Zündschlüssels von einem Wippschalter elektrisch entriegeln. Dann öffnet sich ein standesgemäß großer Stauraum, der auch einen Integralhelm schluckt. Mit 2540 Euro bleibt der gut verarbeitete PCX in erfreulich bezahlbaren Regionen. Ob die Stop and go Automatik wirklich eine Spritersparnis bringt? Vermutlich. Doch die Technologie lohnt sich schon allein wegen der verdutzten Gesichter. Und so darf man sich auf dem PCX tatsächlich auf die nächste rote Ampel freuen.


Honda PCX 125
Übersichtich und informativ ist das Cockpit des Honda PCX gestaltet
Thilo Kozik/mid
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