Honda PCX 125
Optimierter Bestseller

Den ersten Roller mit automatischer Leerlauf-Abschaltung bietet Honda jetzt mit dem PCX an
Mit dem Honda PCX 125 hält eine innovative, für den Rollerbereich völlig neue Technik Einzug in die Leichtkraftradklasse.
Der mit 2540 Euro durchaus günstige 125er verfügt über eine automatische Leerlauf Abschaltung, die beim Spritsparen helfen soll.
Rote Ampeln sind für sich genommen in der Regel lästige Verkehrshindernisse. Allerdings bringen sie die Mitglieder des ansonsten teilnahmslos nebeneinander her fließenden Verkehrs manchmal zueinander, wenn der Lieferwagen Fahrer dem neben ihm stehenden Rollerfahrer He, dein Motor ist ausgegangen durch das geöffnete Fenster zuruft. Doch beim gerade eingetroffenen Honda PCX 125 gehört der abgestorbene Motor zum Programm: Er ist als erster Roller mit einer automatischen Leerlaufabschaltung versehen.
Das sieht man ihm natürlich nicht an. Trotzdem fällt der PCX zunächst durch sein geradezu futuristisches Styling auf. Das dürfte zu einem erheblichen Maße am Entwicklungsstandort Italien liegen dort gelten Roller immer auch ein wenig als modisches Accessoire, das dem persönlichen Auftritt ihres Fahrers Ausdruck verleiht. Für den avant gardistischen PCX, der vorn wie eine Mixtur aus Hondas DN 01 und VFR aussieht, und seitlich betrachtet ein wenig an die Honda Schwinge erinnert, dürften sich demnach vor allem progressiv denkende Menschen interessieren. Der Fortschrittsgedanke findet unterm Plastikkleid seine Fortsetzung, wo die emsigen japanischen Ingenieure eine Menge interessante Technikdetails versteckt haben. Das beginnt mit der Antriebsquelle, einem flüssigkeits gekühlten ohc Single mit Zweiventil Technik. Dass es dieser
Bursche faustdick im Zylinder hat, merkt man schon beim Anlassen: Beim Druck aufs Knöpfchen spurt kein herkömmlicher Anlasser geräuschvoll ein und versetzt die Kurbelwelle in Rotation, der PCX schnurrt vielmehr geschmeidig an und ist sofort leistungsbereit. Hier fungiert die Lichtmaschine gleichzeitig als E Starter, der doppelt gewickelte bürstenlose Rotor treibt die Kurbelwelle an. Die elektronische Kraftstoffeinspritzung berücksichtigt die jeweiligen Parameter und sorgt unter allen Bedingungen für die perfekte Gemischzusammensetzung.
Nach kurzer Warmlaufphase legt der elf PS starke Einzylinder vom Fleck weg mächtig los. Als ausgesprochener City Scooter zieht er bis 50, 60 km/h flott an, um es danach etwas ruhiger angehen zu lassen. Gasbefehle aus dem Schiebebetrieb setzt er äußerst sanft in Vortrieb um, wie überhaupt die Laufruhe begeistern kann. Und an der roten Ampel zeigt der warmgefahrene PCX sein herausragendes Merkmal: Nach drei Sekunden im Stand stellt eine innovative Leerlaufabschaltung das Triebwerk automatisch ab, was im Cockpit durch eine gelbe Stand By Leuchte signalisiert wird. Schaltet die Ampel wieder auf Grün, genügt der Dreh am Gasgriff. Schon sprintet der PCX vehement voran und hinterlässt verwirrte Lieferwagen Fahrer. Für den Stop and go Verkehr in der City verspricht Honda sogar eine Spritersparnis von fünf Prozent. Wer möchte, kann das Dreh&Weg System per Knopfdruck deaktivieren.
Up to date gibt sich auch das Fahrwerk, allem
Teststeno Honda PCX 125:
Automatikroller mit flüssigkeitsgekühltem Einzylinder Viertakt Motor, zwei Ventile, Hubraum 125 ccm, max. Leistung 8 kW/11 PS bei 8 000 U/min, max. Drehmoment 12 Nm bei 6 000 U/min, elektronische Kraftstoffeinspritzung, geregelter Katalysator, CVT Automatikgetriebe, Stahlrohr Rahmen, Teleskopgabel vorn, Triebsatzschwinge mit zwei Federbeinen hinten, eine Scheibenbremse vorn, Trommelbremse hinten als Kombibremse, Sitzhöhe 76,1 cm, Tankinhalt 6,2 Liter, Leergewicht vollgetankt 124 kg, Zuladung 180 kg; Preis 2540 Euro.