Last Update 05.01.2010 14:51 Uhr

Honda VFR 1200 F


Neuer V-Mann

Honda VFR 1200 F
reaktionen auf ein Minimum, plötzliche Gaskorrekturen bei niedrigen Dreh- zahlen provozieren jedoch Bewegungen aus dem Antriebsstrang. Fahrwerkseitig setzt Honda bei der VFR 1200 F auf einen Aluminiumguss-Brückenrahmen, das Vorderrad wird von einer Upside-Down-Telegabel geführt, hinten kommt eine formschöne, sportliche Einarm- schwinge zum Einsatz, in der die Kardanwelle läuft. Als Besonderheit des V4-Motoren- abstimmung sind die beiden mittleren Zylinder nach hinten, die äußeren nach vorn gerichtet. Durch die schmale hintere Zylinderbank ergibt sich eine Wespentaille, die dafür sorgt, dass der Fahrer voll ins Motorrad integriert wird. Mittelgroße Fahrer genießen einen perfekten Knieschluss, fürs lässige Touren sind indes die Rasten einen Tick zu weit vorn und zu hoch montiert. Die Ergonomie passt jedoch aus- gezeichnet für die engagierte Kurven- hatz. Dann sucht und findet der Fahrer eine vorderradorientierte Haltung mit viel Feedback von Fahrwerk und Reifen. Sehr sensibel reagieren die Feder- elemente schon auf kleine Boden- unebenheiten, ohne es an sportlicher Straffheit vermissen zu lassen. Gabel wie Federbein genügen hohen sportlichen Weihen, sie halten die VFR auch beim Gewaltritt durch viele schnelle Bögen hintereinander exakt auf der Linie und liefern ein tolles Gefühl von Fahrstabilität und Souveränität. Exakt, neutral und zielgenau biegt die 1200er in die Kurven. Die mit 267 Kilogramm nicht gerade leicht- gewichtige VFR gibt sich höchst agil und lässt den Fahrer ihre Pfunde nur in engen Wechselkurven und beim Rangieren spüren. Auf den gewundenen Landstraßen dürfte selbst ein ausgewachsenes Supersport- motorrad kaum dynamischer seine Bahnen ziehen. Den Fahrgenuss perfekt macht das sportlich abgestimmte Combined-ABS mit zwei 320er Bremsscheiben und Sechs- kolben

Honda VFR 1200 F

Festsattel vorn sowie einer Scheibe hinten mit Doppelkolben-Schwimmsattel. Mit knackigem Druck- punkt und erst sehr spät regelndem ABS verzögert die VFR sportiv und in jeder Lage absolut vertrauens-erweckend. Ein winziges Aufstell- moment beim Bremsen in Schräglage stört nicht wirklich. Mit ihrer Agilität, der Dynamik und den gebotenen Fahrleistungen kann die neue VFR Sportsgeister befriedigen. Tourenqualitäten steuert die neuartige Verkleidung bei, die in zwei Lagen übereinander aufgebaut ist und dadurch die Luftströme zielgenauer umleiten kann: Der Windschutz ist hervorragend, Kopf, Oberkörper und Beine bleiben von jeglichen Wirbeln verschont. Einzig die Geräusche im Helm fallen laut aus, doch dagegen helfen bekanntlich Ohrstöpsel. Weiteres Tourenzubehör umfasst beispielsweise ein in Fahrzeug- farbe gehaltenes Koffer- system, das ohne Werkzeug schnell an- und abgebaut ist und sich harmonisch in die dynamische Linie der VFR einfügt. Geschmacksache ist sicherlich die neu gestaltete Frontpartie mit dem sogenannten X-Face-Scheinwerfer, bei der sich die Linien x-förmig kreuzen und zwei seitliche LED-Streifen den Scheinwerfer flankieren. Positions- lichter in den Spiegeln sorgen für eine unverwechselbare Anmutung bei Dunkelheit. Mit der neuen VFR 1200 F hat Honda einen Technologieträger auf die 17-Zoll-Räder gestellt, der als V-Mann erfolgreich eine Brücke zwischen Sport und Tour schlägt, dabei aber die sportiven Seiten deutlich betont. Qualitativ erfüllt die VFR die gehobenen Ansprüche der Tourenklientel, was gleich drei Jahre Garantie und die auf kundenfreundliche 12 000 Kilometer ausgedehnten Wartungsintervalle unter- streichen. Für 14 900 Euro kann man sich ab Februar 2010 von den frisch gewonnen VFR-Vorzügen überzeugen.


Honda VFR 1200 F
Thilo Kozik/mid / JS
Diese Seite bei Mister Wong bookmarken. Diese Seite bei Google bookmarken. Diese Seite bei Yahoo.com bookmarken. Diese Seite bei WebNews bookmarken. Diese Seite bei YiGG bookmarken. Diese Seite bei LinkARENA bookmarken.

Fahrbericht
KTM 690 Duke

Gran Canaria/Spanien - Fahrer von Einzylinder- Motorrädern galten schon immer als besonders eigen. Mittendrin

Fahrbericht
Kawasaki Versys 1000

Costa Adeje/ Teneriffa - Am Anfang war der Einzylinder, dann kam der Boxer und mit ihm der Siegeszug der BMW GS, in

Fahrbericht
Honda Fireblade CBR 1000 RR

Portimao/Portugal - Ungeachtet des naturgemäß schnelllebigen Charakters des Supersport- Genres findet sich hier