|
Menü:
Spezial: "Fahrberichte"
RSS-Feed abonnieren:
Login:
|
|
Fahrbericht
Last Update 09.01.2009 18:06 Uhr
Kawasaki ZR-7 Modell 2000
Mehr Motorrad braucht eigentlich kein Mensch.
Der diesjährige Sommer zeigt sich ausnahmsweise mal von seiner trockenen Seite und unser Test scheint unter einem guten Stern zu stehen. Die ZR-7 erweist sich hierbei als dankbare Reisebegleiterin. Die Sitzposition nahe am Lenkkopf, die ordentlich gepolsterte Sitzbank, die beinfreundliche Position der Fußrasten und ein praxisgerecht gekröpfter, nicht zu breiter Lenker lassen auch mehrstündige Nonstop-etappen nicht zur Tortur werden. Auch meine Dauersozia ist mit ihrer Unterbringung vollauf zufrieden.
Für unsere Tour haben wir ausschließlich Nebenstrecken ausgesucht, denn eigentlich ist ja der Weg das Ziel. Dass diese Entscheidung richtig war, untermauert die ZR-7 mit ihrem agilen Fahrwerk von Kilometer zu Kilometer mehr. Mit einem Trockengewicht von 195 Kilogramm überzeugt die Kawasaki auf kurvenreichen Nebenstraßen nicht nur mit einem tollen Handling, auch ihre Kurvenstabilität und ihre Lenkpräzision lassen keinerlei Kritik aufkommen. Die Kawasaki ZR-7 lässt sich durch die Kurven scheuchen, als säße man auf einer 500er.
Nicht zuletzt die moderate Hinterradbereifung mit ihrem 160er Bridgestone BT 57, der in Sachen Haftung keine Wünsche offen lässt, wird entsprechenden Anteil an dem tollen Handling haben. Oftmals ist Weniger halt Mehr.
Die Federelemente sprechen gut an und sorgen auch bei schlechteren Straßenverhältnissen für angenehmen Komfort. Das hintere Zentralfederbein bietet darüber hinaus genügend Reserven, es auch mal richtig sportlich angehen zu lassen. Wer die sportlichen Ambitionen der Kawasaki ausschöpft wünscht sich allerdings bisweilen eine härter abgestimmte Telegabel, die beim harten Anbremsen schon mal den gesamten Federweg aufbraucht. Eine Erhöhung der Federvorspannung ist leider nicht möglich, da etwaige Einstellungsmöglichkeiten dem Rotstift zum Opfer gefallen sind. So bleibt nur der Austausch der Serienfedern gegen Zubehörteile.
Absolut außerhalb jeglicher Kritik verrichtet der 76 PS starke Reihenvierzylinder seine Arbeit. Laufruhig wie man es nur von einem Vierzylinder erwarten darf, vermag der optisch an die Kawasaki-Vierzylinder der 80er Jahre erinnernde Motor zu begeistern. Aber auch in punkto Leistungsabgabe überzeugt die ZR-7 nachdrücklich. Spontan
reagiert die Gasfabrik auf jeden Befehl der Gashand und der Motor dreht ohne erkennbare Leistungseinbrüche bis in den roten Bereich.
Zwischen 3.000 und 10.000 U/min. fühlt sich das Triebwerk sichtlich wohl. Natürlich kann der 63 Nm bei 7.300 U/min. leistende Reihenvierer gerade unter voller Zuladung nicht mit dem Durchzug einer 1000er aufhalten und so muss bei sportlichen Einlagen das Fünfganggetriebe entsprechend bedient werden. Dies ist aber in Anbetracht der leichtgängigen und exakten Schaltung beileibe kein Nachteil. Auch die Abstimmung und die Anschlüsse der einzelnen Fahrstufen sind hervorragend gelungen. So vermag die ZR-7 auch sportlich orientierte Biker zu überzeugen.
Eine positive Überraschung bereitet uns die Kawasaki bei unserem ersten Tankstop. Nach etwa 280 Kilometern hat uns die Tankanzeige im klassisch gestylten und mit allen notwendigen Anzeigen versehenen Cockpit darauf hingewiesen, dass es bald Zeit sei, den 22 Liter fassenden Vorratsbehälter wieder aufzufüllen. Im Vertrauen auf den vorhandenen Benzinhahn mit Reservestellung sind wir noch ein paar Kilometer weitergefahren, um nun nach etwa 320 Kilometer Reisestrecke nachzutanken. Da jedoch nur wenig über 15 Liter in das Behältnis eingefüllt werden können, ergibt sich nach Adam Riese ein Durchschnittsverbrauch von 5 Litern auf 100 Kilometern. Trotz eines Literpreises von 1,969 DM für den Liter Normalbenzin ist die Kawasaki so dank ihres kleinen Durstes eine kostengünstige Reisemöglichkeit. Ein heutzutage durchaus überzeugendes Argument!
Auf Straßen dritter oder vierter Ordnung sind wir für den Federungskomfort der Kawasaki dankbar und das leichte Handling ist auf den sehr kurvenreichen Passagen ein wahrer Genuss.
Auf regennassem Kopfsteinpflaster lerne ich die gut zu dosierende Bremsanlage der ZR-7 zu schätzen. Die mit guten Verzögerungswerten ausgestattete vordere Doppelscheibenbremsanlage packt zwar nicht so vehement zu wie man es von diversen Supersportlern aus gleichem Hause her kennt, dafür ist sie erstklassig zu dosieren und stellt auch für weniger geübte Fahrer oder
|
Wiedereinsteiger in Sachen Dosierbarkeit kein Buch mit sieben Siegel dar. Gerade auf regennasser Fahrbahn ist dies ein klarer Pluspunkt. Auch die hintere Einscheibenanlage verrichtet ihre Aufgaben zur vollen Zufriedenheit.
Obwohl es nachts bereits kühl ist, springt die ZR-7 morgens schon beim Berühren des Anlasserknopfes an und bereits nach weniger als einer Minute kann der Choke vollständig zurückgenommen werden.
Ich nutze die Gelegenheit, die Kawasaki einmal auszufahren. Mit 220 km/h auf dem Tacho ist die ZR-7 alles andere als langsam. Wegen des fehlenden Windschutzes reduziere ich das Tempo jedoch schon bald auf 160 km/h, die wesentlich erträglicher sind. Darüber wünscht man sich doch zumindest eine kleine Lampenverkleidung, so sehr drückt der Fahrtwind gegen den Oberkörper. Aber die Kawasaki will ja auch kein Autobahngeschoss sein. Ein Kritikpunkt sind die zu kurzen Ausleger der Rückspiegel.
Die Beobachtung des rückwärtigen Verkehrs erfordert jedes Mal eine Verrenkung des Oberkörpers, die auf Dauer gerade bei höherem Tempo als Unangenehm empfunden wird, zumal man den Verkehr hinter sich auf der Bahn ständig im Augenwinkel behalten sollte.
Auch wenn die Optik der ZR-7 eher klassisch und unauffällig ist, ihre Zutaten sind doch äußerst modern und so fährt sie sich auch sehr angenehm und unproblematisch. Darüber hinaus ist sie ein Motorrad für fast alle Verwendungsmöglichkeiten, ob sportlicher Einsatz auf der Hausstrecke, Kurztrip am Wochenende oder die große Urlaubstour, die Kawasaki ist für alles gerüstet.
Dabei ist die ZR-7 mit einem Kaufpreis von 12.490,-- DM incl. Nebenkosten auch preislich allemal erschwinglich und dank des geringen Verbrauchs auch ein kostengünstiges Motorrad, welches für fast jeden Einsatzzweck (gut, Crossen kann man mit ihr nicht) geeignet ist. Sie ist kein Showobjekt sondern ein vollkommen alltagstaugliches Motorrad, welches alle Anforderungen, die an sie gestellt werden zur vollsten Zufriedenheit erfüllt. Und mal ehrlich, mehr Motorrad braucht doch eigentlich kein Mensch.
|
|
|
Malaga/Spanien - Der traditionsreiche britische Motorradsteller Triumph versteht sich auf den Bau klassischer
Tarragona/Spanien - Sportler sind out, Reiseenduros sind in, auf diesen kurzen Nenner lässt sich die
Bensheim - Ab in die Werkstatt heißt es für alle Zweiradfahrer, die eine Suzuki DL 650 V- Strom oder einen Suzuki
|
|
Die ZR- 7 erweist sich hierbei als###dankbare Reisebegleiterin. Die###Sitzposition nahe am Lenkkopf, die###ordentlich gepolsterte Sitzbank, die###beinfreundliche Position der Fußrasten###und ein praxisgerecht gekröpfter, nicht###zu breiter Lenker lassen auch###mehrstündige Nonstop- etappen nicht###zur Tortur werden. Auch meine###Dauersozia ist mit ihrer Unterbringung###vollauf zufrieden.
###
###Für unsere Tour haben wir###ausschließlich Nebenstrecken###ausgesucht, denn eigentlich ist ja der###Weg das Ziel. Dass diese###Entscheidung richtig war, untermauert###die ZR- 7 mit ihrem agilen Fahrwerk von###Kilometer zu Kilometer mehr. Mit einem###Trockengewicht von 195 Kilogramm###überzeugt die Kawasaki auf###kurvenreichen Nebenstraßen nicht nur###mit einem tollen Handling, auch ihre###Kurvenstabilität und ihre Lenkpräzision###lassen keinerlei Kritik aufkommen. Die###Kawasaki ZR- 7 lässt sich durch die###Kurven scheuchen, als säße man auf###einer 500er.
###
###Nicht zuletzt die moderate###Hinterradbereifung mit ihrem 160er###Bridgestone BT 57, der in Sachen###Haftung keine Wünsche offen lässt, wird###entsprechenden Anteil an dem tollen###Handling haben. Oftmals ist Weniger###halt Mehr.
###
###Die Federelemente sprechen gut an###und sorgen auch bei schlechteren###Straßenverhältnissen für angenehmen###Komfort. Das hintere Zentralfederbein###bietet darüber hinaus genügend###Reserven, es auch mal richtig sportlich###angehen zu lassen. Wer die sportlichen###Ambitionen der Kawasaki ausschöpft###wünscht sich allerdings bisweilen eine###härter abgestimmte Telegabel, die beim###harten Anbremsen schon mal den###gesamten Federweg aufbraucht. Eine###Erhöhung der Federvorspannung ist###leider nicht möglich, da etwaige###Einstellungsmöglichkeiten dem Rotstift###zum Opfer gefallen sind. So bleibt nur###der Austausch der Serienfedern gegen###Zubehörteile.
###
###Absolut außerhalb jeglicher Kritik###verrichtet der 76 PS starke###Reihenvierzylinder seine Arbeit.###Laufruhig wie man es nur von einem###Vierzylinder erwarten darf, vermag der###optisch an die Kawasaki- Vierzylinder###der 80er Jahre erinnernde Motor zu###begeistern. Aber auch in punkto###Leistungsabgabe überzeugt die ZR- 7###nachdrücklich. Spontan reagiert die###Gasfabrik auf jeden Befehl der Gashand###und der Motor dreht ohne erkennbare###Leistungseinbrüche bis in den roten###Bereich.
###
###Zwischen 3.000 und 10.000 U/min. fühlt###sich das Triebwerk sichtlich wohl.###Natürlich kann der 63 Nm bei 7.300###U/min. leistende Reihenvierer gerade###unter voller Zuladung nicht mit dem###Durchzug einer 1000er aufhalten und so###muss bei sportlichen Einlagen das###Fünfganggetriebe entsprechend bedient###werden. Dies ist aber in Anbetracht der###leichtgängigen und exakten Schaltung###beileibe kein Nachteil. Auch die###Abstimmung und die Anschlüsse der###einzelnen Fahrstufen sind hervorragend###gelungen. So vermag die ZR- 7 auch###sportlich orientierte Biker zu###überzeugen.
###
###Eine positive Überraschung bereitet uns###die Kawasaki bei unserem ersten###Tankstop. Nach etwa 280 Kilometern###hat uns die Tankanzeige im klassisch###gestylten und mit allen notwendigen###Anzeigen versehenen Cockpit darauf###hingewiesen, dass es bald Zeit sei, den###22 Liter fassenden Vorratsbehälter###wieder aufzufüllen. Im Vertrauen auf den###vorhandenen Benzinhahn mit###Reservestellung sind wir noch ein paar###Kilometer weitergefahren, um nun nach###etwa 320 Kilometer Reisestrecke###nachzutanken. Da jedoch nur wenig###über 15 Liter in das Behältnis eingefüllt###werden können, ergibt sich nach Adam###Riese ein Durchschnittsverbrauch von 5###Litern auf 100 Kilometern. Trotz eines###Literpreises von 1,969 DM für den Liter###Normalbenzin ist die Kawasaki so dank###ihres kleinen Durstes eine###kostengünstige Reisemöglichkeit. Ein###heutzutage durchaus überzeugendes###Argument!
###
###Auf Straßen dritter oder vierter Ordnung###sind wir für den Federungskomfort der###Kawasaki dankbar und das leichte###Handling ist auf den sehr kurvenreichen###Passagen ein wahrer Genuss.
###Auf regennassem Kopfsteinpflaster###lerne ich die gut zu dosierende###Bremsanlage der ZR- 7 zu schätzen.###Die mit guten Verzögerungswerten###ausgestattete vordere###Doppelscheibenbremsanlage packt###zwar nicht so vehement zu wie man es###von diversen Supersportlern aus###gleichem Hause her kennt, dafür ist sie###erstklassig zu dosieren und stellt auch###für weniger geübte Fahrer oder###Wiedereinsteiger in Sachen###Dosierbarkeit kein Buch mit sieben###Siegel dar. Gerade auf regennasser###Fahrbahn ist dies ein klarer Pluspunkt.###Auch die hintere Einscheibenanlage###verrichtet ihre Aufgaben zur vollen###Zufriedenheit.
###
###Obwohl es nachts bereits kühl ist,###springt die ZR- 7 morgens schon beim###Berühren des Anlasserknopfes an und###bereits nach weniger als einer Minute###kann der Choke vollständig###zurückgenommen werden.
###Ich nutze die Gelegenheit, die Kawasaki###einmal auszufahren. Mit 220 km/h auf###dem Tacho ist die ZR- 7 alles andere###als langsam. Wegen des fehlenden###Windschutzes reduziere ich das Tempo###jedoch schon bald auf 160 km/h, die###wesentlich erträglicher sind. Darüber###wünscht man sich doch zumindest eine###kleine Lampenverkleidung, so sehr###drückt der Fahrtwind gegen den###Oberkörper. Aber die Kawasaki will ja###auch kein Autobahngeschoss sein. Ein###Kritikpunkt sind die zu kurzen Ausleger###der Rückspiegel.
###
###Die Beobachtung des rückwärtigen###Verkehrs erfordert jedes Mal eine###Verrenkung des Oberkörpers, die auf###Dauer gerade bei höherem Tempo als###Unangenehm empfunden wird, zumal###man den Verkehr hinter sich auf der###Bahn ständig im Augenwinkel behalten###sollte.
###Auch wenn die Optik der ZR- 7 eher###klassisch und unauffällig ist, ihre###Zutaten sind doch äußerst modern und###so fährt sie sich auch sehr angenehm###und unproblematisch. Darüber hinaus###ist sie ein Motorrad für fast alle###Verwendungsmöglichkeiten, ob###sportlicher Einsatz auf der Hausstrecke,###Kurztrip am Wochenende oder die###große Urlaubstour, die Kawasaki ist für###alles gerüstet.
###
###Dabei ist die ZR- 7 mit einem Kaufpreis###von 12.490,- - DM incl. Nebenkosten###auch preislich allemal erschwinglich###und dank des geringen Verbrauchs###auch ein kostengünstiges Motorrad,###welches für fast jeden Einsatzzweck###(gut, Crossen kann man mit ihr nicht)###geeignet ist. Sie ist kein Showobjekt###sondern ein vollkommen###alltagstaugliches Motorrad, welches alle###Anforderungen, die an sie gestellt###werden zur vollsten Zufriedenheit erfüllt.###Und mal ehrlich, mehr Motorrad braucht###doch eigentlich kein Mensch.