Last Update 09.01.2009 18:06 Uhr

Kawasaki ZR-7 Modell 2000


Mehr Motorrad braucht eigentlich kein Mensch.

reagiert die Gasfabrik auf jeden Befehl der Gashand und der Motor dreht ohne erkennbare Leistungseinbrüche bis in den roten Bereich. Zwischen 3.000 und 10.000 U/min. fühlt sich das Triebwerk sichtlich wohl. Natürlich kann der 63 Nm bei 7.300 U/min. leistende Reihenvierer gerade unter voller Zuladung nicht mit dem Durchzug einer 1000er aufhalten und so muss bei sportlichen Einlagen das Fünfganggetriebe entsprechend bedient werden. Dies ist aber in Anbetracht der leichtgängigen und exakten Schaltung beileibe kein Nachteil. Auch die Abstimmung und die Anschlüsse der einzelnen Fahrstufen sind hervorragend gelungen. So vermag die ZR-7 auch sportlich orientierte Biker zu überzeugen. Eine positive Überraschung bereitet uns die Kawasaki bei unserem ersten Tankstop. Nach etwa 280 Kilometern hat uns die Tankanzeige im klassisch gestylten und mit allen notwendigen Anzeigen versehenen Cockpit darauf hingewiesen, dass es bald Zeit sei, den 22 Liter fassenden Vorratsbehälter wieder aufzufüllen. Im Vertrauen auf den vorhandenen Benzinhahn mit Reservestellung sind wir noch ein paar Kilometer weitergefahren, um nun nach etwa 320 Kilometer Reisestrecke nachzutanken. Da jedoch nur wenig über 15 Liter in das Behältnis eingefüllt werden können, ergibt sich nach Adam Riese ein Durchschnittsverbrauch von 5 Litern auf 100 Kilometern. Trotz eines Literpreises von 1,969 DM für den Liter Normalbenzin ist die Kawasaki so dank ihres kleinen Durstes eine kostengünstige Reisemöglichkeit. Ein heutzutage durchaus überzeugendes Argument! Auf Straßen dritter oder vierter Ordnung sind wir für den Federungskomfort der Kawasaki dankbar und das leichte Handling ist auf den sehr kurvenreichen Passagen ein wahrer Genuss. Auf regennassem Kopfsteinpflaster lerne ich die gut zu dosierende Bremsanlage der ZR-7 zu schätzen. Die mit guten Verzögerungswerten ausgestattete vordere Doppelscheibenbremsanlage packt zwar nicht so vehement zu wie man es von diversen Supersportlern aus gleichem Hause her kennt, dafür ist sie erstklassig zu dosieren und stellt auch für weniger geübte Fahrer oder
Wiedereinsteiger in Sachen Dosierbarkeit kein Buch mit sieben Siegel dar. Gerade auf regennasser Fahrbahn ist dies ein klarer Pluspunkt. Auch die hintere Einscheibenanlage verrichtet ihre Aufgaben zur vollen Zufriedenheit. Obwohl es nachts bereits kühl ist, springt die ZR-7 morgens schon beim Berühren des Anlasserknopfes an und bereits nach weniger als einer Minute kann der Choke vollständig zurückgenommen werden. Ich nutze die Gelegenheit, die Kawasaki einmal auszufahren. Mit 220 km/h auf dem Tacho ist die ZR-7 alles andere als langsam. Wegen des fehlenden Windschutzes reduziere ich das Tempo jedoch schon bald auf 160 km/h, die wesentlich erträglicher sind. Darüber wünscht man sich doch zumindest eine kleine Lampenverkleidung, so sehr drückt der Fahrtwind gegen den Oberkörper. Aber die Kawasaki will ja auch kein Autobahngeschoss sein. Ein Kritikpunkt sind die zu kurzen Ausleger der Rückspiegel. Die Beobachtung des rückwärtigen Verkehrs erfordert jedes Mal eine Verrenkung des Oberkörpers, die auf Dauer gerade bei höherem Tempo als Unangenehm empfunden wird, zumal man den Verkehr hinter sich auf der Bahn ständig im Augenwinkel behalten sollte. Auch wenn die Optik der ZR-7 eher klassisch und unauffällig ist, ihre Zutaten sind doch äußerst modern und so fährt sie sich auch sehr angenehm und unproblematisch. Darüber hinaus ist sie ein Motorrad für fast alle Verwendungsmöglichkeiten, ob sportlicher Einsatz auf der Hausstrecke, Kurztrip am Wochenende oder die große Urlaubstour, die Kawasaki ist für alles gerüstet. Dabei ist die ZR-7 mit einem Kaufpreis von 12.490,-- DM incl. Nebenkosten auch preislich allemal erschwinglich und dank des geringen Verbrauchs auch ein kostengünstiges Motorrad, welches für fast jeden Einsatzzweck (gut, Crossen kann man mit ihr nicht) geeignet ist. Sie ist kein Showobjekt sondern ein vollkommen alltagstaugliches Motorrad, welches alle Anforderungen, die an sie gestellt werden zur vollsten Zufriedenheit erfüllt. Und mal ehrlich, mehr Motorrad braucht doch eigentlich kein Mensch.
motorrad-lifestyle.de
Diese Seite bei Mister Wong bookmarken. Diese Seite bei Google bookmarken. Diese Seite bei Yahoo.com bookmarken. Diese Seite bei WebNews bookmarken. Diese Seite bei YiGG bookmarken. Diese Seite bei LinkARENA bookmarken.

Fahrbericht
Triumph Explorer

Malaga/Spanien - Der traditionsreiche britische Motorradsteller Triumph versteht sich auf den Bau klassischer

Fahrbericht
Honda Crosstourer

Tarragona/Spanien - Sportler sind out, Reiseenduros sind in, auf diesen kurzen Nenner lässt sich die

Rückrufaktion
Suzuki Burgman und V-Strom 650

Bensheim - Ab in die Werkstatt heißt es für alle Zweiradfahrer, die eine Suzuki DL 650 V- Strom oder einen Suzuki