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Oldtimer
Last Update 29.06.2010 11:00 Uhr
Mercedes S Klasse W 126
Ein guter Stern wird Oldtimer
 Die Mercedes S Klasse der zweiten Generation gilt vielen als das beste Auto der Welt
Mit der zweiten Generation der S Klasse von Mercedes Benz ist vor 30 Jahren die erfolgreichste Oberklasse limousine in der Unternehmens geschichte auf die Straßen der Republik gerollt. Knapp 900 000 Fahrzeuge wurden bis zum offiziellen Produktionsende 1991 gefertigt. Alle waren Inbegriff solider Wertarbeit und moderner Technologie träger in einem. In diesen Tagen erreichen nun die ersten Modelle den Oldtimerstatus und damit die begehrte ?H Zulassung. Zeit für einen Blick zurück.
Man muss sehr weit zurückblicken, begannen doch die ersten Entwicklungs arbeiten bereits im Herbst 1971 zu diesem Zeitpunkt war noch nicht einmal die barock gezeichnete Vorgängerversion W 116 auf dem Markt. Man gab sich eben Mühe mit diesem Wagen, auch wenn man kaum geahnt haben dürfte, dass der 126er am Ende mehr als zwölf Jahre lang vom Band laufen sollte. Angesichts heutiger Modellhektik wirken solche Zahlen wie aus einer anderen Welt.
Beeinflusst wurde die Entwicklung vom Ölschock der frühen 70er Jahre: Auch im Luxussegment waren Spritschlucker plötzlich verpönt. Andererseits durfte die S Klasse auf keinen Fall kleiner oder gar spartanischer werden ein ?Downsizing kam für die Entwickler um Bruno Sacco und Werner Breitschwerdt überhaupt nicht in Frage. Dennoch gelang eine mitunter deutliche Absenkung des Fahrzeuggewichts. Am Ende waren je Modell selbst in der Grundausstattung bis zu 280 Kilo abgehungert. Außerdem wurde die Aerodynamik derart verbessert, dass der cW Wert von 0,36 beim Debüt die Weltbestleistung für Limousinen darstellte. Zugleich war der 126er eindeutig als Nachfolger des 116er zu erkennen auch wenn der deutlich reduzierte Chrom zierrat manchen Kunden zunächst enttäuschte. Den Erfolg schmälerte dies ebenso wenig wie die 1985 eingeführten Radzierdeckel aus
Polyamid, die die bisherigen Edelstahlvarianten ablösten. Die neue Nüchternheit machte sich auch im Luxusbereich bemerkbar. Das Facelift Mitte der 80er Jahre brachte jedoch auch Änderungen unter der mächtigen Motorhaube, wo der von einem Vergaser befeuerte Sechszylindermotor von einem Einspritzer mit kleinerem Hubraum abgelöst wurde.
Spötter hatten die ursprüngliche Einstiegsvariante ?280 S mitunter als Kolonialmodell bezeichnet, da sie vor allem in jenen Ländern begehrt war, in denen eine kompliziert anmutende Einspritzanlage die Kundschaft eher abschreckte. Noch heute werden diese Modelle beispielsweise häufig nach Afrika verschifft, wo der 126er gemeinsam mit seinem kleineren Bruder, der Mittelklassebaureihe W 123, tatsächlich als ?guter Stern auf schlechten Straßen gilt. Alle anderen Modelle des W 126 hatten Einspritz motoren und das entsprechende Kürzel ?SE mit Ausnahme des nur für den Export gebauten 300 SD. Das ?D steht für Diesel und war fast ausschließlich in Nordamerika zu sehen, während ein potenter V8 Benziner hier wie dort das obere Ende der Skala markierte. Er schöpfte 221 kW/300 PS aus 5,6 Litern Hubraum.
Angeboten wurde der 126er zunächst als viertürige Limousine, wobei mit Ausnahme der kleinen Motoren auch eine Langversion erhältlich war. Der ?SEL verdankt seine Modellbezeichnung dem um 140 mm verlängerten Radstand. Das ?L stand dabei für ?lang die Passagiere im Fond wussten den Raumgewinn durchaus zu schätzen. Im Herbst 1981 wurde zudem das Coupe ?C126 vorgestellt: Es trägt als Modell bezeichnung das Kürzel ?SEC und wurde ebenso ein
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Technologieträger wie die anderen komfortablen Varianten.
Manche beim 126er eingeführten Innovationen hielten erst Jahre später Einzug in andere Fahrzeugklassen. Der ab 1981 erhältliche Airbag ist so ein Beispiel. Die damals noch als Luftsack titulierte Option kostete rund 1500 DM. 1987 folgten der Beifahrerairbag wie auch die Antriebsschlupfregelung, während der 300 SDL schon wieder auslief. Er war das erste Dieselfahrzeug mit serienmäßigem Partikelfilter.
Offiziell geschah der Modellwechsel zum massig wirkenden Nachfolger W 140 im Jahr 1991, wobei noch einige Fahrzeuge in Sonderschutzausführung folgten und eine kleine Reststückzahl in Südafrika montiert wurde. Am Ende war der 126er, von dem alleine 818 066 Limousinen vom Band liefen, eine unerwartete Erfolgsgeschichte, die längst in der Youngtimer Szene ihre Fortsetzung findet.
Wie bereits im Falle des 1976 angelaufenen W 123 kümmern sich Freunde alter Sternenkreuzer längst auch um den großen Bruder. Immerhin ist die überdurchschnittliche Verarbeitungs qualität und der oft pflegliche Umgang mit dem noblen Gefährt die perfekte Grundlage eines langen Autolebens. Auch die kritischen Stimmen, die vor allem dem modernen Kunststoffdesign der gelifteten Version ab 1985 den Oldtimerstatus zunächst verweigerten, verstummen immer mehr. So wird dem W 126 über kurz oder lang ebenso der Zutritt in den Olymp anerkannter Klassiker offen stehen, wie bisher allen S-Klassen der Marke mit dem Stern. Und das wird wohl immer so sein, wenn ein Modell die magische Marke von 30 Jahren erreicht.
 Klimaanlage, Sitzheizung und elektrische Fensterheber waren Anfang der 80er Jahre keine Selbstverständlichkeit
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Fotos: Daimler
Heiko P. Wacker/mid
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Knapp 900 000 Fahrzeuge wurden bis###zum offiziellen Produktionsende 1991###gefertigt. Alle waren Inbegriff solider###Wertarbeit und moderner Technologie###träger in einem. In diesen Tagen###erreichen nun die ersten Modelle den###Oldtimerstatus und damit die begehrte ?H###Zulassung. Zeit für einen Blick zurück.
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###Man muss sehr weit zurückblicken,###begannen doch die ersten Entwicklungs###arbeiten bereits im Herbst 1971 zu###diesem Zeitpunkt war noch nicht einmal###die barock gezeichnete###Vorgängerversion W 116 auf dem Markt.###Man gab sich eben Mühe mit diesem###Wagen, auch wenn man kaum geahnt###haben dürfte, dass der 126er am Ende###mehr als zwölf Jahre lang vom Band###laufen sollte. Angesichts heutiger###Modellhektik wirken solche Zahlen wie###aus einer anderen Welt.
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###Beeinflusst wurde die Entwicklung vom###Ölschock der frühen 70er Jahre: Auch im###Luxussegment waren Spritschlucker###plötzlich verpönt. Andererseits durfte die###S Klasse auf keinen Fall kleiner oder gar###spartanischer werden ein ?Downsizing###kam für die Entwickler um Bruno Sacco###und Werner Breitschwerdt überhaupt###nicht in Frage. Dennoch gelang eine###mitunter deutliche Absenkung des###Fahrzeuggewichts. Am Ende waren je###Modell selbst in der Grundausstattung bis###zu 280 Kilo abgehungert. Außerdem###wurde die Aerodynamik derart###verbessert, dass der cW Wert von 0,36###beim Debüt die Weltbestleistung für###Limousinen darstellte. Zugleich war der###126er eindeutig als Nachfolger des 116er###zu erkennen auch wenn der deutlich###reduzierte Chrom zierrat manchen###Kunden zunächst enttäuschte. Den###Erfolg schmälerte dies ebenso wenig wie###die 1985 eingeführten Radzierdeckel aus###Polyamid, die die bisherigen###Edelstahlvarianten ablösten. Die neue###Nüchternheit machte sich auch im###Luxusbereich bemerkbar. Das Facelift###Mitte der 80er Jahre brachte jedoch auch###Änderungen unter der mächtigen###Motorhaube, wo der von einem Vergaser###befeuerte Sechszylindermotor von einem###Einspritzer mit kleinerem Hubraum###abgelöst wurde.
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###Spötter hatten die ursprüngliche###Einstiegsvariante ?280 S mitunter als###Kolonialmodell bezeichnet, da sie vor###allem in jenen Ländern begehrt war, in###denen eine kompliziert anmutende###Einspritzanlage die Kundschaft eher###abschreckte. Noch heute werden diese###Modelle beispielsweise häufig nach###Afrika verschifft, wo der 126er###gemeinsam mit seinem kleineren Bruder,###der Mittelklassebaureihe W 123,###tatsächlich als ?guter Stern auf###schlechten Straßen gilt. Alle anderen###Modelle des W 126 hatten Einspritz###motoren und das entsprechende Kürzel###?SE mit Ausnahme des nur für den###Export gebauten 300 SD. Das ?D steht###für Diesel und war fast ausschließlich in###Nordamerika zu sehen, während ein###potenter V8 Benziner hier wie dort das###obere Ende der Skala markierte. Er###schöpfte 221 kW/300 PS aus 5,6 Litern###Hubraum.
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###Angeboten wurde der 126er zunächst###als viertürige Limousine, wobei mit###Ausnahme der kleinen Motoren auch eine###Langversion erhältlich war. Der ?SEL###verdankt seine Modellbezeichnung dem###um 140 mm verlängerten Radstand. Das###?L stand dabei für ?lang die Passagiere###im Fond wussten den Raumgewinn###durchaus zu schätzen. Im Herbst 1981###wurde zudem das Coupe ?C126###vorgestellt: Es trägt als Modell###bezeichnung das Kürzel ?SEC und###wurde ebenso ein Technologieträger wie###die anderen komfortablen Varianten.
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###Manche beim 126er eingeführten###Innovationen hielten erst Jahre später###Einzug in andere Fahrzeugklassen. Der###ab 1981 erhältliche Airbag ist so ein###Beispiel. Die damals noch als Luftsack###titulierte Option kostete rund 1500 DM.###1987 folgten der Beifahrerairbag wie###auch die Antriebsschlupfregelung,###während der 300 SDL schon wieder###auslief. Er war das erste Dieselfahrzeug###mit serienmäßigem Partikelfilter.
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###Offiziell geschah der Modellwechsel zum###massig wirkenden Nachfolger W 140 im###Jahr 1991, wobei noch einige Fahrzeuge###in Sonderschutzausführung folgten und###eine kleine Reststückzahl in Südafrika###montiert wurde. Am Ende war der 126er,###von dem alleine 818 066 Limousinen vom###Band liefen, eine unerwartete###Erfolgsgeschichte, die längst in der###Youngtimer Szene ihre Fortsetzung###findet.
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###Wie bereits im Falle des 1976###angelaufenen W 123 kümmern sich###Freunde alter Sternenkreuzer längst###auch um den großen Bruder. Immerhin ist###die überdurchschnittliche Verarbeitungs###qualität und der oft pflegliche Umgang mit###dem noblen Gefährt die perfekte###Grundlage eines langen Autolebens.###Auch die kritischen Stimmen, die vor###allem dem modernen Kunststoffdesign###der gelifteten Version ab 1985 den###Oldtimerstatus zunächst verweigerten,###verstummen immer mehr. So wird dem W###126 über kurz oder lang ebenso der###Zutritt in den Olymp anerkannter###Klassiker offen stehen, wie bisher allen###S- Klassen der Marke mit dem Stern. Und###das wird wohl immer so sein, wenn ein###Modell die magische Marke von 30 Jahren###erreicht.