Moto Guzzi Buch Tipp
Die Geschichte der Adler aus Mandello
Als Giorgio Parodi und sein Freund Carlo Guzzi ihren ersten Prototyp auf die Räder stellten, da war wohl keinem der Be- teiligten klar, dass aus der GP von 1921 eine der traditionsreichsten Motorrad- marken der Welt erwachsen sollte. GP, das stand für Guzzi.Parodi, doch rasch hatte sich der Name Moto Guzzi eingebürgert.
Bis heute werden in Mandello am Comer See im Zeichen des Adlers Motorräder mit ganz eigenem Charme gebaut. Dabei schien es mehr als einmal, als würden in Mandello del Lario die Lichter ausgehen. Ungeachtet der idyllischen Lage der Firma. In den 60er Jahren beispielsweise hatte Guzzi den Trend der Zeit völlig ver- schlafen: die Absätze brachen ein, die Händler riefen nach Mopeds, die als
einzige Zweiräder noch Erfolg ver- sprachen. Am Comer See jedoch hatte man nichts zu bieten, so dass schließlich Parilla-Mopeds eingekauft und mit den Guzzi-Emblem versehen wurden. Pein- lich, peinlich. Solchen Episoden stehen herausragende technische Leistungen gegenüber, war Moto Guzzi doch immer für Überraschungen gut, mit Bikes, die an der Spitze des Fortschritts fuhren, und für manchen Rennerfolg sorgten, wie Ales- sandro Pasi in seiner lesenswerten Geschichte zum legendären Motorrad- hersteller vom Comer See darlegt. Dabei rattert der früh vom Guzzi-Virus befallene Autor nicht einfach trockene Fakten herunter, sondern verknüpft die Historie geschickt mit der jeweiligen Epoche. Lobenswerterweise
Alessandro Pasi/Udo Stünkel (Übers.): Moto Guzzi - Die Geschichte der Adler aus Mandello. Delius Klasing Verlag Bielefeld, 160 Seiten, 142 Farb-, 106 sw-Abb., 24,7 x 30,7 cm, gebunden mit Schutzumschlag, ISBN 978-3-7688-5294-4, 34.90 Euro (D), 60.40 sFr.