Last Update 12.03.2010 13:28 Uhr

Neander Turbo Diesel


Optische Frische-Kur für die Dampf-Maschine

Neander Turbo Diesel
verbaut in einem Motorrad, ist nun noch exotischer. Bei der Neander sind die Ein- und Auslassventile nicht paarweise, sondern gegenüber- liegend angeordnet. Dazu gibt es einen Kurbeltrieb, der die Verbrennungskraft nicht auf ein, sondern auf jeweils zwei Pleuel pro Kolben verteilt. Zwei verzahnte und damit gegenläufige Kurbelwellen werden dabei in Rotation versetzt. Und die vier Pleuel des Zweizylinders sind fliegend auf den Hubzapfen gelagert. Klingt verwirrend, funktioniert aber. Zudem verfügt die Neander über eine Doppelgabel mit getrennt einstellbarer Druck- und Zug- stufe und eine Brembo-Bremsanlage mit schwimmend gelagerten Bremsscheiben, die den rund 300 Kilogramm schweren Dampfer sicher zum Stehen bringen sollen. Zudem besitzt es eine beheizte Sitzfläche, Räder aus gefrästem Alu, eine aus dem Vollen gefräste Alu Fußrasten- anlage sowie eine aus 32 Einzelteilen zusammengeschweisste Aluschwinge. Die Optik der wuchtigen Cruiser hat sich durch das Facelift im Vergleich zur Erstauflage von 2007 etwas verändert: Beim ersten Modell nahm in einer

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schräg vom Tank nach unten führenden Linie den Sitz auf, hinter dem sich ein recht voluminöses, etwas kantiger Heckbürzel mit seitlich angebrachten Blinkern breit machte. Heute findet sich an der Neander ein sanft gerundetes Heck, das frei in der Luft zu schweben scheint. Die Blinker sind in den Sitzunterbau gewandert und optisch unauffällig in die Heckpartie des Bikes eingepasst. Verändert wurden auch Verlauf der Auspuffanlage. Die einst etwas dünn aussehenden Röhrchen, die rechts und links zum Hinterrad geführt wurden, sind verschwunden. Ein fettes schwarzes Endrohr hat nun auf der rechten Fahrzeug- seite seinen optisch dominanten Auftritt. Ebenfalls verschwunden sind die einst im Tank untergebrachten Instrumente. Die Serviceleuchten und für den Straßen- betrieb erforderlichen Anzeigen haben jetzt in den Spiegeln Platz gefunden. Das macht den Wegfall des kompletten Instrumentenpanels möglich und schafft Platz für das Wesentliche - und das ist bei der Neander unverändert ihr Motor.


Neander Turbo Diesel
mid/Gerhard Prien
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