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Fahrbericht
Last Update 09.01.2009 18:06 Uhr
Testride Honda CBF 600 /S
Motorradbauer haben kein leichtes Leben. Besonders dann nicht, wenn Sie quasi alles können sollen und das auch noch möglichst gut. Und günstig sollen sie sein, die Motorräder, praktisch und sicher natürlich auch. Sie sollen Charakter haben und ein bisschen die good Vibrations rüberbringen nicht zuviel und nicht zu wenig. Doch in den vergangenen Jahren hat sich das Bild des Motorradfahrers verändert. Immer mehr Frauen entdecken den Spaß am Zweirad, wollen sich jedoch weder mit stiefmütterlichen Leistungsangaben noch mit unvernünftigen Konzepten zufrieden geben. Männliche Biker wollen hingegen nicht zwangsläufig ein hochgezüchtetes und obendrein teueres Big Bike. Schließlich nutzen nur die wenigsten Fahrer das Potenzial 70 PS aufwärts wirklich aus. Ein ABS bietet, mit Ausnahme von BMW, kein anderer Hersteller in der Mitteklasse an. Auch dem Thema Ergonomie und Alltagstauglichkeit widmete man sich vornehmlich in der prestigeträchtigen Oberliga. Von preisgünstig konnte man da nicht unbedingt reden.
Honda will aufräumen und besetzt mit den neuen CBF 600 nicht nur irgendeine neue Nische, sondern reanimiert die Mittelklasse. Ein Angebot, dass nicht nur für Einsteiger(innen) interessant ist. Mit offen 57 kW/78 PS bietet sie auch routinierten Fahrern eine gute Grundlage, um souverän den Alltag zu meistern. Die Honda CBF 600 sowie ihre verkleidete Schwester, zu erkennen am S in der Typenbezeichnung, bieten reichlich Features, die es so in der Mittelklasse bisher noch nicht gab: ABS und Hauptständer gegen 600 Aufpreis, dreifach verstellbare Sitzbank, U-Kat, 600 ccm großem Reihenvierzylinder und die kostenlose Option zur Drosselung auf 25 kW/34 PS. Mit 6.190 fällt der Grundpreis
erfreulich günstig aus. Das verkleidete S-Modell ist 300 teurer.
Als Antrieb dient der flüssigkeitsgekühlte Vierzylinder, der auch in der Hornet 600 zum Einsatz kommt, hinsichtlich verbesserter Umgangsformen im unteren Drehzahlbereich jedoch optimiert wurde. Durch ein breiteres Leistungsband beschleunigt die Maschine besser von unten heraus, so dass man den Motor nicht so hoch drehen muss. Das fühlt sich in der Praxis gut an, man vermutet gut und gern über 80 PS. Die Abstimmung des Vergaser-Motors ist gut gelungen, Lastwechselreaktionen nur in geringem Maße spürbar. Ein braver, jedoch keineswegs langweiliger Geselle. Denn so ganz lassen sich die Hornet-Gene, die ihren Ursprung in der sportlichen Honda CBR 600 F3 haben, nicht verbergen. So fällt die Gasannahme zwar nicht so spontan aus, lässt sich dafür gefühlvoller dosieren. Bis rund 8 000 /min produziert die Honda CBF mehr Leistung als die Hornet. Erst darüber sind Unterschiede spürbar. Das aber ist ein Bereich, der von den meisten Fahrern eher selten genutzt wird. Ihre Stärken liegen im mittleren Drehzahlbereich zwischen 4 000 und 8 000 /min.
Handlich und neutral präsentiert sich das 17-Fahrwerk. Der Stahlrahmen basiert auf dem Rückgrat-Konzept der Hornet-Modelle und wird in nur leicht modifizierter Form auch in der zweizylindrigen CBF 500 verwendet. Mit 1.480 Millimetern Radstand, 109 Millimetern Nachlauf und 64° Lenkkopfwinkel fallen die Eckdaten betont moderat aus. Schlüssel zum einfachen Umgang ist der schlanke

FAZIT:
Mit der neuen CBF 600 /S hat Honda nicht nur preislich ein heißes Eisen im Feuer. Mit ABS und zahlreichen Verstellmöglichkeiten ist sie das erste Großserienmotorrad der Mittelklasse, das über diesen Sicherheitsbonus verfügt. Weiter bietet sie großen wie kleinen Fahrern einen bequemen Sitz- und Arbeitsplatz. Der Verbrauch von 5,8 Liter Normalkraftstoff geht ebenfalls in Ordnung. Da ist es leicht zu verschmerzen, dass die Abgase lediglich über einen U-Kat bereinigt werden. Die Euro2-Hürde schafft sie auch so. Mehr Bike braucht eigentlich kein Mensch.
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 Motor: Wassergek. Vierzyl.- Viertaktreihenmotor, 4 Ventile / Zylinder, 600 ccm, DOHC, Leistung 57 kW / 78 PS bei 10 500 U/min, 58 Nm bei 8 000 U/min, 4x34 mm Gleichdruckvergaser, 6 Gänge, Stahlrohrrahmen, Sitzhöhe 785 mm, Tankinhalt 19 Liter, Reifen vorn 120/70-17, hinten 160/60-17, Gewicht fahrfertig 219 kg, Höchstgeschwindigkeit 210 km/h, Verbrauch 5,9 Liter Normal/100 km, Preis 6 190 / 6 490 (S-Modell)/ CBF 600 S ABS: 7 090
160/60-Michelin Pilot Road-Pneu am Hinterrad. Der Wendekreis geriet mit 2,8 Metern erfreulich klein. Ideal für Fahrschüler, Wiedereinsteiger und Alltagsfahrer. Fahrfertig bringt es die CBF 600 S auf 224, das unverkleidete Modell auf 219 Kilogramm. Im Fahrbetrieb sind die rund 20 Kilo Mehrgewicht gegenüber der Hornet-Schwester kaum spürbar. Mit Vario-Sitzbank kann die Sitzhöhe auf 770, 785 und 800 Millimeter entsprechend der Körpergröße eingestellt werden. Schön, dass die Sitzbank nicht zu schmal geriet. Auch der Sozius fühlt sich wohl. So macht die CBF auch auf längeren Etappen und zu zweit Spaß. Insbesondere das S-Modell, dessen Verkleidung sich innerhalb kurzer Zeit zweifach einstellen lässt, ist hier im Vorteil. Ein Umrüsten der nackten CBF ist so ohne weiteres nicht möglich. Die verdrehbare Lenkeraufnahme sorgt für ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen 1,60 und 1,90 Metern Fahrergröße.
Das ABS der Honda selbst arbeitet unauffällig und zeichnet sich durch einen weichen Regelbereich aus, dass den Bremshebel nur minimal pulsieren lässt. Fünfmal pro Sekunde kontrolliert die Elektronik die Raddrehzahl. Die Bremsleistung der Doppelkolben-Schwimmsattelbremse im Vorderrad geht in Ordnung. Dank ABS verliert der Fahrer die Angst vorm wegrutschenden Rad. Die Investition lohnt sich in jedem Fall. Die Fahrwerksabstimmungen gefällt durch einen gelungenen Kompromiss: Nicht zu straff und nicht zu weich das Glück liegt wie sie oft in der Mitte.
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Sie sollen Charakter haben und ein###bisschen die good Vibrations###rüberbringen nicht zuviel und nicht zu###wenig. Doch in den vergangenen###Jahren hat sich das Bild des###Motorradfahrers verändert. Immer mehr###Frauen entdecken den Spaß am###Zweirad, wollen sich jedoch weder mit###stiefmütterlichen Leistungsangaben###noch mit unvernünftigen Konzepten###zufrieden geben. Männliche Biker wollen###hingegen nicht zwangsläufig ein###hochgezüchtetes und obendrein###teueres Big Bike. Schließlich nutzen nur###die wenigsten Fahrer das Potenzial 70###PS aufwärts wirklich aus. Ein ABS bietet,###mit Ausnahme von BMW, kein anderer###Hersteller in der Mitteklasse an. Auch###dem Thema Ergonomie und###Alltagstauglichkeit widmete man sich###vornehmlich in der prestigeträchtigen###Oberliga. Von preisgünstig konnte man###da nicht unbedingt reden.
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###Honda will aufräumen und besetzt mit###den neuen CBF 600 nicht nur###irgendeine neue Nische, sondern###reanimiert die Mittelklasse. Ein Angebot,###dass nicht nur für Einsteiger(innen)###interessant ist. Mit offen 57 kW/78 PS###bietet sie auch routinierten Fahrern eine###gute Grundlage, um souverän den Alltag###zu meistern. Die Honda CBF 600 sowie###ihre verkleidete Schwester, zu erkennen###am S in der Typenbezeichnung, bieten###reichlich Features, die es so in der###Mittelklasse bisher noch nicht gab: ABS###und Hauptständer gegen 600 ###Aufpreis, dreifach verstellbare Sitzbank,###U- Kat, 600 ccm großem###Reihenvierzylinder und die kostenlose###Option zur Drosselung auf 25 kW/34 PS.###Mit 6.190 fällt der Grundpreis###erfreulich günstig aus. Das verkleidete###S- Modell ist 300 teurer.
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###Als Antrieb dient der###flüssigkeitsgekühlte Vierzylinder, der###auch in der Hornet 600 zum Einsatz###kommt, hinsichtlich verbesserter###Umgangsformen im unteren###Drehzahlbereich jedoch optimiert###wurde. Durch ein breiteres###Leistungsband beschleunigt die###Maschine besser von unten heraus, so###dass man den Motor nicht so hoch###drehen muss. Das fühlt sich in der###Praxis gut an, man vermutet gut und###gern über 80 PS. Die Abstimmung des###Vergaser- Motors ist gut gelungen,###Lastwechselreaktionen nur in geringem###Maße spürbar. Ein braver, jedoch###keineswegs langweiliger Geselle. Denn###so ganz lassen sich die Hornet- Gene,###die ihren Ursprung in der sportlichen###Honda CBR 600 F3 haben, nicht###verbergen. So fällt die Gasannahme###zwar nicht so spontan aus, lässt sich###dafür gefühlvoller dosieren. Bis rund 8###000 /min produziert die Honda CBF###mehr Leistung als die Hornet. Erst###darüber sind Unterschiede spürbar.###Das aber ist ein Bereich, der von den###meisten Fahrern eher selten genutzt###wird. Ihre Stärken liegen im mittleren###Drehzahlbereich zwischen 4 000 und 8###000 /min.
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###Handlich und neutral präsentiert sich###das 17- Fahrwerk. Der Stahlrahmen###basiert auf dem Rückgrat- Konzept der###Hornet- Modelle und wird in nur leicht###modifizierter Form auch in der###zweizylindrigen CBF 500 verwendet. Mit###1.480 Millimetern Radstand, 109###Millimetern Nachlauf und 64°###Lenkkopfwinkel fallen die Eckdaten###betont moderat aus. Schlüssel zum###einfachen Umgang ist der schlanke###160/60- Michelin Pilot Road- Pneu am###Hinterrad. Der Wendekreis geriet mit 2,8###Metern erfreulich klein. Ideal für###Fahrschüler, Wiedereinsteiger und###Alltagsfahrer. Fahrfertig bringt es die###CBF 600 S auf 224, das unverkleidete###Modell auf 219 Kilogramm. Im###Fahrbetrieb sind die rund 20 Kilo###Mehrgewicht gegenüber der Hornet-###Schwester kaum spürbar. Mit Vario-###Sitzbank kann die Sitzhöhe auf 770, 785###und 800 Millimeter entsprechend der###Körpergröße eingestellt werden. Schön,###dass die Sitzbank nicht zu schmal###geriet. Auch der Sozius fühlt sich wohl.###So macht die CBF auch auf längeren###Etappen und zu zweit Spaß.###Insbesondere das S- Modell, dessen###Verkleidung sich innerhalb kurzer Zeit###zweifach einstellen lässt, ist hier im###Vorteil. Ein Umrüsten der nackten CBF###ist so ohne weiteres nicht möglich. Die###verdrehbare Lenkeraufnahme sorgt für###ein ausgeglichenes Verhältnis###zwischen 1,60 und 1,90 Metern###Fahrergröße.
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###Das ABS der Honda selbst arbeitet###unauffällig und zeichnet sich durch###einen weichen Regelbereich aus, dass###den Bremshebel nur minimal pulsieren###lässt. Fünfmal pro Sekunde kontrolliert###die Elektronik die Raddrehzahl. Die###Bremsleistung der Doppelkolben-###Schwimmsattelbremse im Vorderrad###geht in Ordnung. Dank ABS verliert der###Fahrer die Angst vorm wegrutschenden###Rad. Die Investition lohnt sich in jedem###Fall. Die Fahrwerksabstimmungen###gefällt durch einen gelungenen###Kompromiss: Nicht zu straff und nicht zu###weich das Glück liegt wie sie oft in der###Mitte.