Last Update 09.01.2009 18:06 Uhr

Testride Honda CBF 600 /S

Testride Honda CBF 600 /S
erfreulich günstig aus. Das verkleidete S-Modell ist 300 € teurer. Als Antrieb dient der flüssigkeitsgekühlte Vierzylinder, der auch in der Hornet 600 zum Einsatz kommt, hinsichtlich verbesserter Umgangsformen im unteren Drehzahlbereich jedoch optimiert wurde. Durch ein breiteres Leistungsband beschleunigt die Maschine besser von unten heraus, so dass man den Motor nicht so hoch drehen muss. Das fühlt sich in der Praxis gut an, man vermutet gut und gern über 80 PS. Die Abstimmung des Vergaser-Motors ist gut gelungen, Lastwechselreaktionen nur in geringem Maße spürbar. Ein braver, jedoch keineswegs langweiliger Geselle. Denn so ganz lassen sich die Hornet-Gene, die ihren Ursprung in der sportlichen Honda CBR 600 F3 haben, nicht verbergen. So fällt die Gasannahme zwar nicht so spontan aus, lässt sich dafür gefühlvoller dosieren. Bis rund 8 000 /min produziert die Honda CBF mehr Leistung als die Hornet. Erst darüber sind Unterschiede spürbar. Das aber ist ein Bereich, der von den meisten Fahrern eher selten genutzt wird. Ihre Stärken liegen im mittleren Drehzahlbereich zwischen 4 000 und 8 000 /min. Handlich und neutral präsentiert sich das 17“-Fahrwerk. Der Stahlrahmen basiert auf dem Rückgrat-Konzept der Hornet-Modelle und wird in nur leicht modifizierter Form auch in der zweizylindrigen CBF 500 verwendet. Mit 1.480 Millimetern Radstand, 109 Millimetern Nachlauf und 64° Lenkkopfwinkel fallen die Eckdaten betont moderat aus. Schlüssel zum einfachen Umgang ist der schlanke


Testride Honda CBF 600 /S

Technische Daten:
Technische Daten:
Motor: Wassergek. Vierzyl.- Viertaktreihenmotor, 4 Ventile / Zylinder, 600 ccm, DOHC, Leistung 57 kW / 78 PS bei 10 500 U/min, 58 Nm bei 8 000 U/min, 4x34 mm Gleichdruckvergaser, 6 Gänge, Stahlrohrrahmen, Sitzhöhe 785 mm, Tankinhalt 19 Liter, Reifen vorn 120/70-17, hinten 160/60-17, Gewicht fahrfertig 219 kg, Höchstgeschwindigkeit 210 km/h, Verbrauch 5,9 Liter Normal/100 km, Preis 6 190 € / 6 490 € (S-Modell)/ CBF 600 S ABS: 7 090 €

160/60-Michelin Pilot Road-Pneu am Hinterrad. Der Wendekreis geriet mit 2,8 Metern erfreulich klein. Ideal für Fahrschüler, Wiedereinsteiger und Alltagsfahrer. Fahrfertig bringt es die CBF 600 S auf 224, das unverkleidete Modell auf 219 Kilogramm. Im Fahrbetrieb sind die rund 20 Kilo Mehrgewicht gegenüber der Hornet-Schwester kaum spürbar. Mit Vario-Sitzbank kann die Sitzhöhe auf 770, 785 und 800 Millimeter entsprechend der Körpergröße eingestellt werden. Schön, dass die Sitzbank nicht zu schmal geriet. Auch der Sozius fühlt sich wohl. So macht die CBF auch auf längeren Etappen und zu zweit Spaß. Insbesondere das S-Modell, dessen Verkleidung sich innerhalb kurzer Zeit zweifach einstellen lässt, ist hier im Vorteil. Ein Umrüsten der nackten CBF ist so ohne weiteres nicht möglich. Die verdrehbare Lenkeraufnahme sorgt für ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen 1,60 und 1,90 Metern Fahrergröße. Das ABS der Honda selbst arbeitet unauffällig und zeichnet sich durch einen weichen Regelbereich aus, dass den Bremshebel nur minimal pulsieren lässt. Fünfmal pro Sekunde kontrolliert die Elektronik die Raddrehzahl. Die Bremsleistung der Doppelkolben-Schwimmsattelbremse im Vorderrad geht in Ordnung. Dank ABS verliert der Fahrer die Angst vorm wegrutschenden Rad. Die Investition lohnt sich in jedem Fall. Die Fahrwerksabstimmungen gefällt durch einen gelungenen Kompromiss: Nicht zu straff und nicht zu weich – das Glück liegt wie sie oft in der Mitte.
Ulrich Hoffmann
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