Last Update 25.05.2010 13:15 Uhr

Triumph Sprint GT


Solid Rock

Triumph Sprint GT
Ab 13 190 Euro ist die neue Triumph Sprint GT ab Juli erhältlich
serienmäßigen Gepäckbrücke sorgen für Vertrauen. Infolge des besseren Ambientes ist mit mehr Soziusbetrieb zu rechnen als bei der doch eher sportlich orientierten Sprint ST, dafür haben die britischen Entwickler den Heckrahmen verstärkt und die charakteristische Einarmschwinge verlängert. Mit schon im Stand spürbaren Auswirkungen: Die robustere Ausführung der Bauteile lässt das Leergewicht der Maschine auf 268 Kilogramm fahrfertig steigen, was sich beim Rangieren bemerkbar macht. Hinzu kommt ein längerer Radstand, der für mehr Stabilität vor allem bei beladenem Zustand sorgt. Weiterer positiver Effekt: Die Gabel taucht beim heftigen Bremsen nicht mehr so tief ein, was wiederum für mehr Sicherheit und Vertrauen sorgt. Allerdings gehen Radstand und Gewicht zu Lasten der Agilität. Die GT biegt zwar immer noch sehr präzise und stabil ein, besondere Leichtfüßigkeit wird ihr aber niemand attestieren, trotz der leichter gewordenen Räder. Die GT fährt sich komfortabel und sicher, doch sportliche Ambitionen befriedigte das Fahrwerk der alten ST besser, mal abgesehen von den Stopporganen. Die mit dem bewährten ABS versehene Sprint GT verzögert sehr effektiv; während der Fußhebel im ABS Regelbereich deutlich pulsiert, spürt man im Handbremshebel vorn fast keine ABS Aktivität. Das Highlight der neuen Britin ist aber trotz aller Tourenvorzüge der markante Dreizylinderantrieb. Dabei profitiert der charismatische Triumph-Triple mit 1 050 ccm Hubraum vom neuen Auspuffsystem und einer überarbeiteten ECU, die die maximale Leistung gegenüber der Sprint ST um fünf PS auf nunmehr 96 kW/130 PS bei 9 200 U/min steigern. Noch wichtiger für den Fahrbetrieb ist mehr Druck in der

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Drehzahlmitte, das maximale Drehmoment beträgt mit 108 Nm nicht nur fünf Nm mehr als bei der ST, es liegt auch 1 200 Touren früher an. Im Fahrbetrieb beschert das eine annähernd gleichförmige Leistungsentfaltung, fast ab Standgas lässt sich so der Motor sanft ans Gas nehmen und begeistert mit herrlichem Druck in allen Lebenslagen. Subjektiv frisst jedoch das Zusatz Gewicht die Mehrleistung des Motors auf, doch vielleicht rührt dieser Eindruck auch von der extrem gleichmäßigen Kraftabgabe her, die ohne klar erkennbaren Schubanstieg übers ganze Drehzahlband satten Vortrieb liefert. Der Leistungseinsatz lässt sich jedenfalls vom Handgelenk exakt dosieren, das Fahrvergnügen wird von einem leicht schaltbaren und gut aufeinander abgestimmten Sechsganggetriebe veredelt. Bei diesem wurde übrigens der letzte Gang länger ausgelegt, um auf der Autobahn das Drehzahlniveau und damit den Spritkonsum zu senken. Die vormals unangenehme Wärmeabstrahlung des Motors ist durch Kunststoffabdeckungen zwischen Tank und Rahmenoberzügen weitgehend eliminiert worden. Serienmäßig kommt die neue Sprint GT mit langstreckentauglichen Hartschalen Koffern in Fahrzeugfarbe, die sich harmonisch der neuen Linie anpassen. Innen stehen je großzügige 31 Liter Stauvolumen bereit, ausreichend für einen Integralhelm. Insgesamt setzt die neue Sprint GT einen anderen Schwerpunkt als ihre Vorgängerin Sprint ST, sie betont die tourige Seite des Sporttouring Gedankens. Trotzdem bleibt sie eine gut ausbalancierte Maschine mit präzisem Handling und ausgeprägter Stabilität, ausgezeichnetem Langstrecken Komfort auch im Zweierbetrieb und einer Antriebsquelle, die ihresgleichen sucht.


Triumph Sprint GT
Die Sprint GT basiert auf der Sprint ST, bsitzt aber mehr Soziusqualitäten
Thilo Kozik/mid
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