Last Update 04.11.2009 12:17 Uhr

USA Tour Route 66


Highway-Melodie

wechselnde Landschaften, erreichte die Gruppe am Abend Scottsdale einen Vorort von Arizonas heißer Hauptstadt Phoenix. Immer weiter nach Süden ging die Fahrt am dritten Reisetag. Während einer kurzen Stippvisite bekamen die Biker zunächst einen Eindruck von der Wüstenstadt Tucson. Die Stadt ist heute stark von militärischen Einrichtungen, u.a. einer riesigen Basis der US-Airforce, sowie zahlloser Rüstungsbetriebe, geprägt. Tagesziel war eine weitere Western- legende kurz vor der mexikanischen Grenze: Tombstone (zu deutsch: Grabstein). Hier machte Marshall Wyatt Earp seinen Namen 1881 im berühmten Gunfight am OK Corral unsterblich. Die Biker genossen einen höchst vergnüglichen Abend in Big Nose Cate`s Saloon an der Allen-Street. Der Folgetag führte die Biker wieder in nördliche Richtung. Bei Tucson wurde der Suguaro-Cactus-Nationalpark, mit seinen bis 10 Meter hohen alten Kandelaberkakteen, die über 200 Jahre alt werden können, auf einem Rundkurs besichtigt. Als besondere Herausforderung für die Biker war am Nachmittag dann eine Fahrt durch glühende Wüstenhitze von über 40 Grad zu bewältigen. Als nächstens Ziel stand der gewaltige Grand Canyon, eine landschaftliche Weltsensation und damit einer der absoluten Höhepunkte dieser Biker Tour auf dem Programm. Vom Coloradofluß in Jahrmillionen in den Fels gesägt, fast 400 km lang und bis zu 1600 tief ist der Grand Canyon mit Worten fast nicht zu beschreiben und auf keinem Foto wirklich einzufangen. Das Toperlebnis für die Meisten war dann ein Hubschrauberflug über die mächtigste Schlucht der Erde. Wahrlich eine unvergessliche Lebenserfahrung. Nach einer Tagesetappe durch fantastische, abwechslungsreiche Landschaften in denen stets die rote Farbe der Erde und des Gesteins dominierte, ereichten die Biker das fotogensten Tal der Erde, das Monument Valley an der Grenze zwischen Arizona und Utah, erneut ein Wunderwerk der Natur. Wundersame rote Felstürme, -zinnen und -nadeln versetzen den Besucher in eine fast überirdische, mystische Szenerie, die auf der Welt ebenfalls einzigartig. Die folgende Tagesetappe ging hinein in den Bundesstaat Utah, der ebenso wie Arizona, für Biker wundervolle Strecken und immer wieder neue Landschaften zu bieten hat. Im hübschen, lebendigen Westernstädchen Moab bezog die Gruppe für drei Tage Quartier. Von Moab aus erkundeten die Biker in diesen etwas ruhigeren

Fotogalerie

Tagen die außergewöhnlich attraktive Umgebung. Hierzu gehören z.B. der Canyonlands-Nationalpark. das Death Horse Nationalmonument und der Arches Nationalpark. Allesamt und jedes für sich landschaftliche Highlights der Sonderklasse. Auch eine Floßfahrt auf dem Colorado-River oder einfach nur shoppen und bummeln gehörte zum Angebot dieser schönen, entspannten Tage in Moab. Doch bald folgten die Biker wieder dem Ruf der Straße. Auf einer langen Tagesfahrt auf einer der schönsten und abwechslungsreichsten Strecken dieser Tour erreichte die Gruppe am späten Nachmittag den berühmten Bryce Canyon im Südwesten von Utah. Wer geglaubt hatte, das bisher bereits gesehene könnte nicht mehr überboten werden, sah sich hier eines Besseren belehrt. Der Bryce Canyon ist von roten Gesteinformationen geprägt, die irgend-jemand einmal als die \"zu Stein gewordene rote Glut der Hölle\" bezeichnet hat. Eine bessere Beschreibung lässt sich im Anblick dieser einmaligen Laune der Natur kaum finden. Die letzte Strophe der Highway-Melodie führte die Bikergruppe vom Bryce Canyon, quer durch den, ebenfalls sehr interessanten Zion Nationalpark auf der Interstate 15 wieder zurück in den Ausgangsort Las Vegas. Auf dieser Tagestour hatten die Biker noch einmal einen besonderen Kontrast zu bewältigen. Beim Start am 2700 Meter hoch gelegen Bryce Canyon zeigte das Thermometer nur diesige 5 Grad Celsius an. Am Nachmittag fuhr die Gruppe dann bei \"Backofentemperaturen\" von knapp 40 Grad wieder in Las Vegas ein. Die Highway-Melodie, Titel für eine begeisternde Biker-Tour, war nun ausgeklungen. Der letzte Abend in den USA bot den Bikern Gelegenheit in lauer Luft den berühmten Las Vegas Strip mit seinen gigantischen Hotelcasinos im gleißenden Licht einmal mit eigenen Augen zu erkunden, ein Spielchen zu wagen, oder eine der unzähligen Las Vegas Shows zu besuchen. Begeistert und voller unvergesslicher Eindrücke traten die Biker am 20. September die lange Heimreise nach Ostfriesland an. Diese zweiwöchige USA-Reise war geprägt von einer kaum zu überbietenden landschaftlichen Vielfalt, von einmaligen Naturwundern und von sensa-tionellen Kontrasten, wie sie wohl nur Südwesten der USA in dieser Form zu bieten hat. Zusammengerechnet haben die 15 Harleys eine Strecke von etwa 55000 km ohne irgendwelche Pannen oder Probleme bewältigt.


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